Neue Angriffe: Israel kündigt nach Beschuss harte Reaktion an

Neue Angriffe
Israel kündigt nach Beschuss harte Reaktion an

Nach neuen palästinensischen Raketenangriffen hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert am Sonntag Vergeltung angekündigt. „Wenn die Bürger im Süden Israels beschossen werden, wird die israelische Reaktion hart sein“, sagte Olmert.

HB TEL AVIV. Während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem betonte Olmert: Man werde „nicht zu den alten Spielregeln zurückkehren, die die Terrororganisationen uns aufzwingen wollten“. Er habe Verteidigungsminister Ehud Barak angewiesen, das Armee für eine Reaktion vorzubereiten.

Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten den Raketenbeschuss israelischer Ortschaften auch am Sonntag fortgesetzt. Ein Militärsprecher bestätigte, es seien insgesamt vier Kassam-Raketen abgefeuert worden. Über Verletzte oder Sachschaden wurde nichts bekannt. Eine der Raketen schlug in der Nähe eines Kindergartens ein. Bereits am Samstag war eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Grad-Rakete nahe der Küstenstadt Aschkelon eingeschlagen.

Seit Ausrufung einer Waffenruhe nach der blutigen israelischen Offensive im Gazastreifen vor zwei Wochen war es mehrmals zu vereinzelten Angriffen auf Israel gekommen. Ziel des dreiwöchigen Militäreinsatzes war eine Unterbindung des Raketenbeschusses.

Kritiker hatten Israel dabei Unverhältnismäßigkeit vorgeworfen. Bei den Raketenangriffen auf Israel starben in den vergangenen acht Jahren 18 Menschen. Bei der jüngsten Offensive wurden nach Angaben des von der Hams kontrollierten Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 1300 Palästinenser getötet, darunter mindestens 700 Zivilisten. Auf israelischer Seite starben zehn Soldaten und drei Zivilisten.

Der Generaldirektor des einzigen Kraftwerks im Gazastreifen warnte am Sonntag, man müsse den Betrieb angesichts von Treibstoffmangel in Kürze einstellen. Suhail Skeik sagte vor Journalisten, seit Freitag habe man die Stromerzeugung bereits um die Hälfte reduziert. Israel hatte die Grenzen nach Beendigung der Offensive vor zwei Wochen teilweise für humanitäre Hilfsgüter und Treibstofflieferungen geöffnet. Nach neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen wurden diese jedoch wieder geschlossen.

Skeik warnte am Sonntag vor einer Versorgungskrise im Gazastreifen, sollten die Lieferungen nicht binnen zwei oder drei Tagen wieder aufgenommen werden. „Es gibt kein Kochgas, und die Krankenhäuser brauchen ständig Strom“, sagt er.

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