Neue Angriffe Nato-Flieger bombardieren Tripolis

Die Nato verstärkt offenbar den Druck auf Libyens Machthaber Muammar Gaddafi. In der Nacht zum Sonntag flog das Bündnis Berichten zufolge erneut Luftangriffe auf Ziele in der Nähe von Tripolis.
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Bir GhanamIm libyschen Fernsehen war von einer Bombardierung „ziviler und militärischer Anlagen“ östlich der libyschen Hauptstadt die Rede. Aufständische und Gaddafi-Truppen lieferten sich indes heftige Gefechte.

Bei einem Angriff auf die Stadt Brega kamen Berichten zufolge zehn Rebellen ums Leben, mindestens 170 wurden verletzt. In der Küstenstadt hat der Ölhafen Bedeutung. In der westlichen Bergregion brachen am Samstag Kämpfe aus. Im Dorf Bir Ajad, 15 Kilometer südlich der Front, waren Gewehrschüsse und Artilleriefeuer zu hören. Von der Region aus sind es etwa 80 Kilometer nach Tripolis.

Die Aufständischen konnten in den vergangenen Wochen im Westen des Landes die Regierungstruppen zurückdrängen. Unterdessen wies Gaddafi erneut Forderungen zurück, er solle das Land verlassen. In einer Fernsehansprache sagte er, er werde sein Volk und die Gräber seiner Vorfahren nicht verlassen. Keiner könne ernsthaft glauben, er gehe aus dem Land fort.

Am Freitag hatten die USA und andere Weltmächte nach einem Treffen der internationalen Libyen-Kontaktgruppe angekündigt, die Rebellen-Führung als legitime Vertretung des nordafrikanischen Landes anzuerkennen. Bis es eine Übergangsregierung gebe, werde der Rebellenrat mit Sitz im ostlibyschen Benghasi als rechtmäßige Regierung akzeptiert, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Mit der Anerkennung könnten die Aufständischen an Milliardensummen gelangen, die im Ausland eingefroren sind.

  • rtr
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