Neue Anschläge befürchtet
IS soll Jugendliche monatelang gefoltert haben

Sie waren auf dem Weg zur Schule, als Milizen des IS die syrischen Jugendlichen gefangen genommen haben. Die 14- bis 16-Jährigen wurden offenbar geschlagen und mussten sich Videos von Enthauptungen ansehen.
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New York/Istanbul/BagdadKämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben nach Angaben von Human Rights Watch in der umkämpften syrischen Stadt Kobane Jugendliche monatelang festgehalten und gefoltert. Das gab die Menschenrechtsorganisation am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf Augenzeugen bekannt.

Befragt wurden vier zwischen 14 und 16 Jahre alte Jugendliche. Sie seien zusammen mit etwa 100 anderen vier Monate in der Hand der Kämpfer gewesen.

Etwa 250 junge Kurden wurden demnach Ende Mai auf dem Heimweg von der Schule aufgehalten. Die Mädchen wurden wenig später freigelassen, die Jungen wurden in eine Schule außerhalb der Stadt gebracht. Sie wurden laut den Zeugenaussagen wiederholt mit Kabeln geschlagen und wurden gezwungen, Videos von Köpfungen und Angriffen von IS-Kämpfern anschauen.

Einigen Schülern sei die Flucht gelungen, der Rest sei in Etappen bis Ende Oktober freigelassen worden, hieß es weiter. Wegen der Kämpfe in Kobane seien sie in die Türkei unterwegs, hieß es unter Berufung auf die kurdische Verwaltung der Stadt.

Trotz der Angst vor möglichen Terrorangriffen gedenken Schiiten aus aller Welt an diesem Dienstag insbesondere an der Grabmoschee in Kerbela ihres Märtyrers Imam Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed. Bereits in den vergangenen Jahren nahmen sunnitische Fanatiker dies zum Anlass, Anschläge zu verüben. Hussein starb 680 nahe der zentralirakischen Stadt in einer Schlacht, die die Spaltung der Muslime in Schiiten und Sunniten endgültig besiegelte.

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