Neue Anschläge im Irak
GSG-9-Spezialisten bewachen THW-Mitarbeiter

Beamte des Bundesgrenzschutzes sollen die im Irak arbeitenden Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkerkes beschützen. Die Lage in dem Land ist weiter gespannt: Bei einem Anschlag wurden am Samstag zwei US-Soldaten getötet. Auf Flugblättern wurde zum Tag des Widerstandes aufgerufen.

HB BERLIN. Anti-Terror-Experten der Grenzschutz-Spezialeinheit GSG 9 werden in Irak zum Schutz von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks (THW) eingesetzt. Ein dies meldender Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» ist am Samstag von einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin bestätigt worden. «Besonders qualifizierte Beamte des Bundesgrenzschutzes» befänden sich zum Schutz der THW-Mitarbeiter in Irak, erklärte die Sprecherin. Nähere Einzelheiten wollte sie «aus Sicherheitsgründen» nicht mitteilen.

Laut «Spiegel» sollen die GSG-9-Spezialisten insgesamt vier THW-Mitarbeiter, die beim Wiederaufbau des irakischen Trinkwassernetzes helfen, vor Anschlägen schützen. Dem nach benutzt das THW-Kommando wegen der prekären Sicherheitslage gepanzerte Fahrzeuge.

Die Lage im Irak bleibt unterdessen instabil. Bei einem Anschlag in Moussul sind am Samstag Agenturberichten zufolge mindestens zwei US-Soldaten getötet worden. Der Anschlag wurde nicht wie erste Meldungen berichteten von einer Landmine, sondern von einer Bombenexplosion ausgelöst. Zwei weitere US-Soldaten wurden nach Armeeangaben bei dem Attentat verwundet. Nahe Tikrit wurde eine Öl-Pipeline in Brand gesetzt. Augenzeugen berichteten, dem Feuer, 15 Kilometer nördlich von Tikrit, sei eine Explosion vorausgegangen.

Auf Flugblättern in Bagdad ist exakt ein halbes Jahr nach dem offiziellen Ende des Krieges zu einem «Tag des Widerstands» und zu einem dreitägigen Generalstreik aufgerufen worden. Als Urheber der Flugblätter gelten versprengte Funktionäre der Baath-Partei des gestürzten Staatschefs Saddam Hussein.

Aus Angst vor Anschlägen behielten viele Eltern in Bagdad ihre Kinder zuhause. Auf den Straßen war weniger Verkehr als gewöhnlich, die meisten Geschäfte hatten jedoch geöffnet. Zahlreiche Polizeikontrollen verursachten lange Staus.

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