Neue Anschläge
Wieder US-Soldaten im Irak getötet

Guerilla-Kämpfer im Irak haben am Mittwoch ihre Angriffe auf die US-Besatzungstruppen fortgesetzt und erneut einen Soldaten getötet.

Reuters TIKRIT. Nahe der Heimatstadt des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, Tikrit, sei das Fahrzeug des Soldaten der 4. US-Infanteriedivision auf einen Sprengsatz gefahren, teilte die Armee mit. Es war der 59. US-Soldat, der seit Verkündung des Endes der Hauptkampfhandlungen durch Präsident George W. Bush Anfang Mai im Irak getötet wurde. In der Nacht erschossen Angehörige derselben Division bei verschiedenen Feuergefechten zwei Kämpfer. Am Dienstagabend kam ein US-Soldat bei einer Bombenexplosion in der Stadt Tadschi nördlich von Bagdad ums Leben, wie die US-Armee am Mittwoch mitteilte.

Auch in anderen Landesteilen kam es zu Konfrontationen zwischen US-Besatzern und bewaffneten Irakern. In Raschidija nördlich der Hauptstadt Bagdad erschossen US-Soldaten nach Armeeangaben einen Mann, nachdem dieser das Feuer auf sie eröffnet habe. In der weiter nördlich gelegenen Stadt Balad sei ebenfalls ein Angreifer getötet worden.

Der US-Zivilverwalter für den Irak, Paul Bremer, sagte, erste Aufgabe der US-Soldaten sei ihr eigener Schutz „und das machen sie sehr gut. Dies bedeutet aber nicht, dass man Opfer gänzlich verhindern kann.“ Am 100. Tag seiner Amtsübernahme sagte Bremer dem US-Sender ABC auf die Frage, wie lange die US-Soldaten im Irak bleiben würden: „Ich nehme an, wir werden hier eine ganze Weile sein.“

Am Dienstag hatte die US-Armee Erfolge bei der Fahndung nach Mitgliedern der entmachteten Führung vermeldet. Ein Leibwächter Saddams und einer seiner Generäle seien bei Tikrit gefasst worden. „Er (der General) ist mindestens ein Stabschef der Republikanischen Garden“, sagte Oberstleutnant Steve Russel, dessen Bataillon die Suche nach Saddam in der Gegend leitet. Wo sich Saddam aufhält, ist seit Beginn des Irak-Krieges am 20. März jedoch unklar. Die US-Armee hat auf ihn ein Kopfgeld in Höhe von 25 Mill. Dollar ausgesetzt. Saddams Söhne Udai und Kusai waren Mitte Juli von US-Soldaten getötet worden.

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