Neue Anschlagswarnungen
Wien verschärft Sicherheitsmaßnahmen

Die österreichische Polizei hat in Wien die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, nachdem sie eine Warnung vor möglichen Anschlägen erhalten hat. Die Drohungen richteten sich demnach gegen mehrere europäische Hauptstädte.

WienNach einer Anschlagswarnung an mehrere europäische Hauptstädte hat die österreichische Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für die Hauptstadt Wien und weitere Städte verschärft. In den Tagen vor Weihnachten sei von einem befreundeten Geheimdienst eine Warnung für mehrere europäische Hauptstädte ausgesprochen worden, teilte die Polizei in Wien am Samstag mit. Dem Hinweis zufolge könnte es an belebten Orten zwischen Weihnachten und Neujahr zu einem möglichen Sprengstoffattentaten oder Schießereien kommen.

Dabei seien mehrere mögliche Namen von Attentätern genannt worden. Deren Überprüfung und andere Ermittlungen hätten bisher aber keine konkreten Ergebnisse gebracht. „Insgesamt handelte es sich somit aber um einen Hinweis, der von der Intensität auf eine höhere als die allgemein bekannte abstrakte Gefahrenlage hindeutete“, hieß es. Die Polizei verstärkte die Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Veranstaltungen und die Kontrollen auf Straßen in Wien und im Rest des Landes.

Ein Polizeisprecher in Wien sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, es liege keine konkrete Drohung gegen einen besonderen Platz zu einem bestimmten Zeitpunkt vor. Derzeit sehe man keinen Grund für die Absage geplanter Veranstaltungen zum Jahreswechsel. Über das weitere Vorgehen solle in der kommenden Woche bei einer Sicherheitsberatung aller betroffenen Institutionen entschieden werden.

Auch in Frankreich, wo im November 130 Menschen bei einer Serie von islamistischen Anschlägen in Paris getötet worden waren, wurden die Sicherheitsvorkehrungen zuletzt weiter verstärkt. Wie zuvor schon in den Kaufhäusern und Museen wurden die Menschen an Weihnachten auch an den Eingängen zu vielen Kirchen kontrolliert.

Das Bundesinnenministerium wollte sich zu der Warnung nicht konkret äußern. „Zu Einzelsachverhalten nehmen wir aus operativen Erwägungen grundsätzlich keine Stellung“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Deutschland sei nach wie vor im Fadenkreuz des dschihadistischen Terrorismus. „Schon nach den Pariser Anschlägen haben wir alle Sicherheitsmaßnahmen überprüft und - soweit erforderlich - angepasst“, sagte der Sprecher.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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