International
Neue Bomben in Istanbul und im Nordkaukasus

Der Terror in aller Welt geht ohne Pause weiter. Nur einen Tag nach den verheerenden Anschlägen von Scharm el Scheich gab es Anschläge in der Türkei und Dagestan, bei der mindestens ein Mensch um Leben kam und mehrere verletzt wurden.

HB ISTANBUL/MOSKAU. Im historischen Teil Istanbuls wurden zwei Menschen verletzt, als eine Bombe in einem Restaurant detonierte. Der Sprengsatz war am Samstagabend unter einem der Tische explodiert, wie türkische Medien am Sonntag berichteten. Verletzt wurden ein niederländischer Tourist, der dort mit seiner Frau zu Abend aß, und ein Kellner des Restaurants.

Bei dem Sprengsatz habe es sich um eine Splitterbombe gehandelt, die entweder mit Zeitzünder oder ferngezündet worden sei, berichtete die Zeitung „Hürriyet“ unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Polizeipräsident von Istanbul, Celalettin Cerrah, schloss aus, dass die Explosion durch entwichenes Gas ausgelöst worden sein könnte. Erst eine Woche zuvor waren bei einem Bombenanschlag im türkischen Urlaubsort Kusadasi fünf Menschen getötet worden. Hinter diesem Anschlag, zu dem sich niemand bekannt hat, vermuten die türkischen Behörden kurdische Extremisten aus dem Umfeld der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK).

Fast zeitgleich wurde bei einem Bombenanschlag auf einen Vorortzug in der südrussischen Teilrepublik Dagestan mindestens ein Mensch getötet. Der Sprengsatz detonierte am Sonntagmorgen unter einem der Wagen, wie die Polizei in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala mitteilte. Vier Passagiere seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.

In der zwischen Tschetschenien und dem Kaspischen Meer gelegenen Teilrepublik Dagestan verüben Terroristen beinahe täglich schwere Anschläge. Der Kreml beschuldigt die Rebellen und islamischen Extremisten im Nordkaukasus, mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland eine Abspaltung der Region von der Russischen Föderation erzwingen zu wollen.

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