Neue Chance für Frieden in Syrien: Syrische Opposition will doch zu Friedensgesprächen reisen

Neue Chance für Frieden in Syrien
Syrische Opposition will doch zu Friedensgesprächen reisen

Es gibt einen Funken Hoffnung: Die Friedensverhandlungen für Syrien drohten bereits zu scheitern, nun will die Opposition ab Samstag doch an den Gesprächen in Genf teilnehmen. Ihre Forderungen an Assad bleiben bestehen.

Genf/RiadDie syrische Opposition will zu den Friedensgesprächen unter Uno-Vermittlung nach Genf reisen. Das in Riad ansässige Hohe Verhandlungskomitee beschloss am Freitag nach eigenen Angaben, an einem „politischen Prozess“ teilzunehmen, um die Ernsthaftigkeit „der anderen Seite“ in Gesprächen mit Vertretern der Vereinten Nationen auf den Prüfstand zu stellen. Es habe zuvor Unterstützungszusagen mehrere Länder und der Uno bekommen.

Die Ankunft der Delegation in der Schweiz werde an diesem Samstag erwartet, sagte Oppositionssprecher Ahmed Ramadan im türkischen Istanbul. Allerdings werde sie nicht in Verhandlungen eintreten, bevor ihre humanitären Forderungen nicht erfüllt seien. Das Verhandlungskomitee der Opposition in der saudischen Hauptstadt Riad verlangt einen Stopp der Angriffe auf Zivilisten, ein Ende der Blockaden syrischer Städte sowie weitere Hilfslieferungen.

Uno-Sondervermittler Staffan de Mistura rief die Regimegegner zur Teilnahme an den Verhandlungen auf. Die Opposition habe wichtige humanitäre Fragen angesprochen. Eine Verbesserung der Situation für die Menschen in Syrien lasse sich am besten in Genf diskutieren, sagte er am Freitagabend nach einem ersten Gespräch mit der Delegation der syrischen Regierung.

Die USA haben die Entscheidung des wichtigsten syrischen Oppositionsbündnisses begrüßt, doch an den Friedensgesprächen in Genf teilzunehmen. US-Außenminister John Kerry sagte am Freitag im kanadischen Québec, die USA erwarteten von allen Teilnehmern, dass sie ihren "guten Willen" unter Beweis stellten und "rasch" zu Fortschritten kämen.

In einer Erklärung erinnerte Kerry zudem an die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates, in der auch humanitäre Hilfe für belagerte Gebiete in Syrien verlangt wird. Damit verwies der US-Außenminister auf eine der zentralen Forderungen, die das syrische Hohe Verhandlungskomitee (HNC) - eine Allianz von Gegnern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad - vor einer Teilnahme an den Genfer Friedensgesprächen gestellt hatte.

Auch Saudi-Arabien und Frankreich bewerteten die Zusage des Oppositionsbündnisses positiv. Riad begrüße die Entscheidung, erklärte das saudiarabische Außenministerium. Die Regierung in Paris erklärte, es müsse alles dafür getan werden, um eine politische Lösung zu erreichen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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