Neue Erkenntnisse
Terroristen planten angeblich Umsturz in Riad

Erst durch einen Prozess in Saudi-Arabien gegen eine Terrorgruppe sind jetzt angebliche Umsturzpläne bekannt geworden. Die Terroristen sollen laut Anklage einen Umsturz in Riad geplant haben.
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Riad/KairoAl-Kaida-Terroristen aus Saudi-Arabien sollen in ihrer Heimat angeblich einen Umsturz geplant haben. Die saudische Zeitung „Al-Riyadh“ berichtete am Mittwoch aus einem Prozess gegen 16 Angehörige der Terrorgruppe, diese seien unter anderem angeklagt wegen „Gründung einer Organisation mit dem Ziel, Chaos zu verbreiten und an die Macht zu gelangen“. Bislang hatte man den Terroristen im öffentlichen Diskurs Sabotage, Mitgliedschaft in einer verbotenen Vereinigung und Tötung unschuldiger Zivilisten und Polizisten vorgeworfen. Der Vorwurf, die Terroristen hätten es auf die Monarchie abgesehen - und damit auch auf die Herrscherfamilie Al-Saud - ist jedoch neu.

Bislang ist nur ein einziger fehlgeschlagener Attentatsversuch auf ein Mitglied der königlichen Familie bekannt. Im August 2009 hatte ein Selbstmordattentäter versucht den stellvertretenden Innenminister, Prinz Mohammed bin Naif, zu töten. Der Prinz hatte damals aber nur leichte Verletzungen erlitten.

In dem Prozess vor einem Gericht in der Hafenstadt Dschidda sind 16 Männer angeklagt, die auch Al-Kaida-Zellen im Irak unterstützt haben sollen. Aus den Prozessen gegen die Al-Kaida-Terroristen in Saudi-Arabien dringen bislang nur bruchstückhaft Informationen an die Öffentlichkeit. Da der Fahndungsdruck gegen die Extremisten, denen selbst das puritanisch-islamische Staatswesen Saudi-Arabiens zu liberal ist, in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, haben sich einige von ihnen inzwischen in den benachbarten Jemen abgesetzt. .

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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