Neue Gefahr
USA planen neue Irak-Strategie

Im Kampf gegen die Aufständischen im Irak ändern die USA Zeitungsberichten zufolge ihre Taktik: Statt Saddam-Anhänger will das US-Militär nun verstärkt ausländische Terroristen ins Visier nehmen.

WASHINGTON. Von ausländischen und irakischen Extremisten könnte mittlerweile eine größere Bedrohung ausgehen als von Unterstützern und Mitgliedern der gestürzten Regierung, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf Vertreter des US-Militärs. Das US-Verteidigungsministerium hatte bisher gesagt, die Anschläge im Irak würden vor allem von Anhängern des früheren Diktators verübt.

Die neue Strategie sei eine Reaktion auf die zunehmende Gewalt im Irak, berichtete die „Washington Post“. Die Veränderung sei jedoch vorläufig und gehe eher auf bruchstückhaften Informationen und Intuition als auf klare Beweise zurück. Im Nordwesten des Iraks kontrollierten US-Soldaten verstärkt die Grenzen zu Syrien. Zudem würden erhöhte Anstrengungen unternommen, um die Hersteller von Bomben und Drahtzieher von Selbstmordanschlägen zu fassen, berichtete die Zeitung.

Laut Statistiken des US-Militärs sei die Zahl der täglichen Anschläge im Irak von 30 bis 40 pro Tag im Februar auf durchschnittlich 70 Anschläge pro Tag im März angestiegen, hieß es in dem Artikel. Am Montag wurden nach Polizeiangaben bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf einen Polizeikontrollpunkt in der Hauptstadt Bagdad mindestens drei Menschen getötet und acht verletzt.

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