Neue Gefechte
Angst vor Reaktorunglück in der Ost-Ukraine

Im Osten der Ukraine wird wieder gekämpft. Nur rund 200 Kilometer davon entfernt steht die größte Atomanlage Europas. Gegen einen Beschuss gibt es kaum Schutz. Wie kann Schlimmeres für das AKW verhindert werden?
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BerlinVor wenigen Wochen sorgte eine Einschätzung von Greenpeace für Aufsehen: Die Kämpfe in der Ost-Ukraine könnten ein Reaktorunglück auslösen, warnte die Experten damals. Mit der Vereinbarung eine Waffenruhe, die offiziell seit dem 5. September gilt, schien die Gefahr gebannt

Doch inzwischen ist der Waffenstillstand bereits mehrfach gebrochen worden. Die Nachrichtenagentur AP berichtet von folgenschweren Gewaltausbrüchen. In der Rebellenhochburg Donezk seien durch Beschuss sechs Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, zitiert die Agentur die Stadtverwaltung. Die Ukraine machte dafür die Separatisten verantwortlich.

Auch OSZE-Beobachter berichten von Kämpfen. Ihre Beobachter seien in Donezk selbst Zeugen von Granatexplosionen in nur etwa 200 Metern Entfernung geworden, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mit. Der Sprecher des ukrainischen Sicherheitsrats, Andrej Lyssenko, sagte, die ukrainischen Kräfte hätten in den vergangenen Tagen keine Wohngegenden unter Beschuss genommen.

Die Kämpfe rund um den von der Regierung gehaltenen Flughafen von Donezk führten dazu, dass viele Nachbarorte im Kreuzfeuer stehen. Am Wochenende hatte die Ukraine mitgeteilt, ihre Truppen hätten einen Angriff von 200 Rebellen zurückgeschlagen. Am Sonntag waren zwei Gegenden im Norden von Donezk stark beschossen worden.
Nur rund 200 Kilometer von der Kampfzone entfernt stehen die sechs Reaktorblöcke der Nuklearanlage Saporischschja. Sie gilt als größte Atomanlage Europas. Gegen einen direkten Beschuss sind die Reaktoren aus Expertensicht kaum geschützt.

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  • @ Herr BGH Urteil
    Kurz nach dem Abschuss war im Internet ein Bild eines
    Cockpitteiles zu sehen. Da war deutlich zu erkennen, dass die Löcher alle ähnlich groß waren und nach beiden Seiten ausgefranzt waren. Also keine Schrapnell-Rakete, sondern Beschuss von beiden Seiten!
    Hätte eine Fälschung sein können.
    Im Zwischenbericht wurde aber dann ein Ausschnitt eben dieses Teiles veröffentlicht.
    Da die Rebellen keine Flugzeuge hatten, und auch die bekannten 10 Frargen de Russen zwei Tage auf einen Abschuß durch die SU-25 der ukrainischen Luftwaffe hindeudeten, ist die Sache schon recht eindeutig.
    Natürlich passt das nicht in die Kriegshetze des Westens, aber es zeigt schon, wie der Wahrheitsgehalt von Informationen in diesem Konflikt verteilt ist.
    Übrigens, die Sanktionen erfolgten als Reaktion auf diesen Abschuss!

  • @Fred....Echt jetzt? Regime dass die MH17 abschießt? Der Bericht sagt nichts aus aber Ihre Meinung ist schon geBILDet oder was!?
    Bei der ISIS gebe ich Ihnen allerdings recht. Denen traue auch ich alles zu!! Ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn unsere Regierung mal langsam aufhört Sanktionen gegen Russland zu verhängen und stattdessen Sanktionen gegen ISIS verhängt!! Wie?
    Mann muss diesen Knallköppen hier einfach Hartz iV streichen!!

  • Ein Regime, dass die MH-17 abschießt, scheut sich auch nicht ein AKW zu beschießen!
    Aber AKW sind sicher.

    Auch vor der ISIS? z.B. in Deutschland???

    Das ist meine große Angst!

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