Neue Gefechte
Feuerpause im Gazastreifen gebrochen

Die vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und Palästinensern scheint schon wieder Makulatur. Beide Seiten melden Verstöße. Eigentlich wollen sie in Kairo über einen dauerhaften Frieden verhandeln.

New York/Gaza-StadtDie für den Gazastreifen am Freitagmorgen in Kraft getretene dreitägige Waffenruhe ist gescheitert. Dies erklärte das israelische Militär. Nach palästinensischen Medienberichten wurden am Freitag im Süden des Gazastreifen mindestens vier Menschen getötet. In israelischen Grenzorten heulten wieder die Warnsirenen.

Israel habe den UN-Vermittler Robert Serry über das Scheitern der Feuerpause in Kenntnis gesetzt, berichteten israelische Medien am Freitagmittag. Zuvor waren im südlichen Gazastreifen heftige Kämpfe zwischen israelischen Truppen und militanten Palästinensern aufgeflammt. Israel befürchtet, dass militante Palästinenser am Freitag einen israelischen Soldaten im Gazastreifen verschleppt haben könnten. Eine Armeesprecherin bestätigte, diese Sorge bestehe. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, die Waffenruhe gebrochen zu haben.

Wie Aschraf al-Kidra, der Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums, mitteilte, wurden bei neuen israelischen Angriffen 35 Palästinenser getötet und mehr als 100 verletzt. Militante aus dem Gazastreifen feuerten mindestens acht Geschosse auf Israel ab. Drei wurden von der Raketenabwehr abgefangen, die anderen landeten auf freiem Feld.

Das israelische Militär erklärte, lediglich auf Angriffe der militant-islamischen Hamas reagiert zu haben. Hamas-Medien behaupteten wiederum, Israel habe die Waffenruhe gebrochen.

In den Mittagsstunden warfen israelische Flugzeuge über dem Mittelmeergebiet Flugblätter ab, in denen die Bevölkerung vor neuen israelischen Angriffen gewarnt wurde.

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Feuerpause im Gazastreifen gebrochen

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Die Menschen im Gaza fühlen sich verlassen

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