Neue Gefechte: Israel erhöht Druck auf den Gazastreifen

Neue Gefechte
Israel erhöht Druck auf den Gazastreifen

Drei Tage vor dem Nahost-Besuch von US-Präsident George W. Bush hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ein härteres Vorgehen Israels im Gazastreifen angekündigt. Trotz neuer Gefechte wollen Israelis und Palästinenser aber in den kommenden Tagen ihre Friedensgespräche wieder aufnehmen.

HB JERUSALEM.Trotz wieder aufflammender Gefechte wollen Israelis und Palästinensern noch vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush-Besuch weitere Friedensverhandlungen aufnehmen. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert erklärte allerdings, das Militär werde hart gegen Extremisten in dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen vorgehen.

Bush reist am Mittwoch erstmals während seiner Präsidentschaft für drei Tage in den Nahen Osten, um zwischen Israel und den Palästinensern zu vermitteln. Die radikal-islamische Hamas kritisierte den Besuch als reinen Foto-Termin. Der Iran warf den USA Einmischung im Nahen Osten vor. Die Regierung in Washington wolle mit derartigen Besuchen lediglich ihre gescheiterte Nahost-Politik kompensieren, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran.

Israelis und Palästinenser erklärten am Sonntag, sie würden noch vor Ankunft des US-Präsidenten Friedensgespräche wieder aufnehmen. Am Montag sei ein Treffen zwischen Israels Außenministerin Zipi Liwni und dem ehemaligen palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Kurie geplant. Ziel sei es, sich auf ein Abkommen für Gespräche zu einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten zu einigen. Am Dienstag würden voraussichtlich auf höchster Ebene Gespräche zwischen Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas stattfinden. Abbas und Olmert hatten sich zuletzt Ende Dezember getroffen. Die Gespräche blieben ohne Ergebnis. Vor allem das Streitthema Siedlungsausbau stand einer Einigung weiterhin im Wege.

Im Gazastreifen wurden am Sonntag bei mehreren israelischen Angriffe auf militante Palästinenser insgesamt fünf Menschen getötet und neun weitere verwundet, darunter auch vier Kinder, wie die Gesundheitsbehörde in Gaza berichtete. Unter den Toten sollen auch mehrere Zivilpersonen sein. Auf israelischer Seite wurden fünf Soldaten verwundet, einer davon schwer. Damit sind seit der Eskalation der Kämpfe am Donnerstag 17 Bewohner des Gazastreifens getötet worden, darunter fünf Zivilpersonen.

Die Hamas meldete am Sonntagnachmittag den Abschuss von drei Raketen auf Israel. Die israelische Luftwaffe nahm am frühen Morgen eine Raketenstellung im Norden des Gazastreifens unter Beschuss, dabei wurde ein bewaffneter Palästinenser getötet.

Im Westjordanland schlossen die israelischen Truppen am Sonntag einen viertägigen Militäreinsatz in Nablus und Umgebung ab. Bei den Razzien wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 40 Bewohner verletzt. Etwa 20 militante Palästinenser wurden gefangen genommen.

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