Neue Generation besteigt den Thron
Europas königliche Maskottchen

In den europäischen Königshäusern bricht ein neues Zeitalter an: Junge Monarchen erklimmen den Thron. Sie sind schön und legen keinen Wert auf das Protokoll. Doch ihre Macht schwindet.
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DüsseldorfWillem-Alexander ist ein König, aber keine Majestät. Hundert verschiedene Möglichkeiten hätten die Niederländer, ihr neues Staatsoberhaupt anzusprechen: Alleine 40 Titel trägt Willem-Alexander schon in seinem Namen, hinzu kommen unzählige Spitznamen - in seinen wilden Studentenzeiten war Willem-Alexander vor allem als „Prinz Pilsje“ bekannt. Mit der Krönung kommen nun weitere hinzu: König. Majestät. Willem-Alexander legt keinen Wert auf diese Titel: „Die Leute können mich nennen, wie sie wollen, so dass sie sich wohlfühlen“, sagte er kurz vor seinem Amtsantritt in einem Fernsehinterview.

Willem-Alexander, neues Staatshaupt der Niederlande, interessiert sich nicht für das Protokoll. Er interessiert sich auch nicht wie seine Mutter, Königin Beatrix, für Kunst - dafür aber für Sport. Er war bei Weitem nicht immer ein gutes Vorbild für sein Volk. Schlechte Noten, Alkoholeskapaden, einmal ist der Thronfolger sogar mit seinem Auto in eine Gracht in seiner Studentenstadt Leiden gefahren. Trotzdem ist der neue König beliebt wie kein Anderer. Gut 90 Prozent der Niederländer denken, dass er ein guter Nachfolger seiner Mutter sein wird. Viele glauben, er wird es noch besser machen. Weil er eben nicht majestätisch ist.

Als Prinz schmiss „Alex", wie seine Prinzessin Maxima den zukünftigen König nennt, auch gerne mal Toilettenschüsseln für einen Wettkampf durch die Gegend oder feuerte bei den Olympischen Spielen wild hüpfend die niederländische Eishockey-Damenmannschaft an. Bei Beatrix, in ihren Manieren so eisern wie in ihrer seit 50 Jahren jeden Tag perfekt sitzenden Beton-Frisur, wäre das wohl kaum denkbar gewesen.

„Beatrix war sehr protokollfixiert“, sagt Professor Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für niederländische Studien an der Uni Münster. „Für sie war die Rolle der Monarchin immer ein Auftrag“, sagt Wielenga. Einen Auftrag, den die Königin zur richtigen Zeit in die richtigen Hände abgeben will. Mit ihrem Rücktritt erkennt Beatrix an, dass die Zeit für eine modernere Monarchie gekommen ist.

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Müssen Sie denn alle Mysterien verraten? Muß das sein? LOL

  • Sie sind schön und legen keinen Wert auf das Protokoll.
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    Sie sind schön? Wer denn, wo denn?

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