Neue Gewalt in Nahost
Mehrere Tote bei neuem Selbstmordanschlag in Israel

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat sich am Montag in der israelischen Stadt Netanja in die Luft gesprengt und mindestens vier Menschen mit in den Tod gerissen. Der israelische Rundfunk meldete, mehr als 30 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten.

HB JERUSALEM/GAZA. Der Täter habe seine Bombe am Eingang eines Einkaufszentrums gezündet. Sanitäter kümmerten sich vor Ort um die Verletzten. Die Polizei sperrte den Anschlagsort ab.

Der militärische Fatah-Arm Al-Aksa-Brigaden bekannte sich am Montag umgehend zu dem Selbstmordanschlag. Mitglieder der Gruppierung riefen Journalisten im Westjordanland an und teilten mit, der Attentäter stamme aus dem nördlichen Westjordanland. Der israelische Rundfunk meldete hingegen, der israelische Geheimdienst gehe von einer Verantwortung des Islamischen Dschihad aus.

Palästinenserpräsident verurteilt Anschlag

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas veruteilte den Selbstmordanschlag. „Wir werden die Verantwortlichen für diesen Terroranschlag jagen und fassen“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme des Präsidenten. Er schade dem Friedensprozess in Nahost schwer. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat sagte, die Autonomiebehörde sei gegen solche Anschläge, weil sie gerade in der Zeit der Vorbereitung auf die palästinensischen Wahlen „nicht dem höchsten Interesse des palästinensischen Volkes“ dienten.

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