Neue Liquiditätslinie
Flexible IWF-Kredite sollen vor Krisen schützen

Überschuldete Staaten können künftig auf schnellere Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Neue kurzfristige Kredite sollen Krisenschutz gewähren. Zwei europäische Länder dürften besonderes Interesse haben.
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Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) stärkt in der Schuldenkrise seine Kreditvergabe und führt eine neue Sechs-Monats-Liquiditätslinie ein. Diese flexiblere Kreditlinie werde Staaten bei künftigen Erschütterungen helfen, teilte der IWF am Dienstag mit. Staaten in relativ guter Verfassung bekommen demnach Zugang zu Krediten mit einer Laufzeit von sechs Monaten - unter Umständen auch länger. Zugleich gebe es ein neues Finanzierungsinstrument für Länder, die beispielsweise unter Naturkatastrophen litten.

Überschuldete Staaten können künftig auf schnellere und umfassendere Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Die Organisation kündigte am Dienstag in Washington wie erwartet neue Maßnahmen an, um flexibler auf Schuldenkrisen reagieren zu können. Dazu gehöre die vergleichsweise unbürokratische Vergabe kurzfristiger Liquiditätskredite, um Länder rasch und vorbeugend vor einer „Ansteckung“ durch Finanzkrisen zu schützen. Auch die Euro-Länder können diese Liquiditätslinien nutzen. Die Neuerungen waren bereits beim G20-Gipfel vor wenigen Wochen in Cannes bekannt geworden.

„Diese Reform verbessert die Fähigkeit des Fonds, eine Finanzierung für Krisenprävention und -bewältigung bereitzustellen“, sagte die IWF-Chefin Christine Lagarde laut der Mitteilung. „Dies ist ein weitere Schritt, ein effektives globales Sicherheitsnetz zu spannen, um mit den zunehmenden globalen Abhängigkeiten zurechtzukommen.“

Im Wesentlichen müssen Staaten, die sich etwa wegen ihrer guten Wirtschaftspolitik bereits für Kredite durch den IWF qualifiziert haben, künftig weniger Voraussetzungen erfüllen, um Darlehen zu beantragen.

Das am Dienstag bekannt gegebene Kreditprogramm richtet sich nach IWF-Angaben an Staaten, deren Volkswirtschaften eigentlich über „relativ starke“ Zahlen verfügen, bei Turbulenzen an den Finanzmärkten aber in den Krisenstrudel gerissen zu werden drohen. Betroffene Länder können sich demnach beim IWF kurzfristig bis zu fünf Mal mehr frisches Geld leihen, als ihnen nach ihrer Einlagequote beim Währungsfonds eigentlich zustünde.

Insbesondere europäischen Staaten wie Spanien und Frankreich, die besonders schwer mit ihren Schulden zu kämpfen haben, könnte dies gelegen kommen. Dem IWF wurde in den letzten Monaten vor allem bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise mehr Gewicht verliehen, mit dieser Reform erhielt er dafür weitere Werkzeuge.

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  • Das würde heissen, dass sich die noch verbliebenen "guten Staaten" beim IWF Kredite nehmen, um mit diesen für die schlecht wirtschaftenden Staaten, zu bürgen...

    "Im Wesentlichen müssen Staaten, die sich etwa wegen ihrer guten Wirtschaftspolitik bereits für Kredite durch den IWF qualifiziert haben, künftig weniger Voraussetzungen erfüllen, um Darlehen zu beantragen."

    Eine abenteuerlich anmutendes Konstrukt, welche hoffentlich nie zum tragen kommen wird!

  • ..lese da lieber...

  • Im "Neuen Deutschland" der DDR von 1989 standen ähnlich gehaltvolle Artikel. Ich lieber da lieber Seiten wie:

    http://www.zerohedge.com/news/uncle-sam-rescue-imf-creates-new-european-bail-out-facility

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