Neue Offensive
US-Armee verschärft Gangart im Irak

Freischärler in der Umgebung der irakischen Stadt Bakuba im Nordwesten von Bagdad waren in der Nacht das Ziel massiver Angriff der US-Armee.

HB BAKUBA. Die Armee habe die mutmaßlichen Widerstandsnester aus der Luft, mit Artillerie und Mörsergranaten angegriffen, sagte ein Armeesprecher. „Das ist im Hinblick auf die Tonnage und den Umfang (der eingesetzten Ausrüstung) der größte Einsatz, den wir bislang in der Region um Bakuba hatten“, sagte Oberstleutnant Mark Young. Der Beschuss eines Gebiets an einer Schnellstraße bei der Stadt dauerte den Angaben zufolge zwei Stunden und war Teil einer auf drei Nächte angelegten Operation unter dem Namen „Wütendes Feuer“. Zwei US-Kampfflugzeuge des Typs F15 aus Katar warfen vier 500 Pfund schwere Bomben auf angeblich verlassene Bauernhäuser und andere Ziele an der Schnellstraße ab. Es lagen zunächst keine Angaben zu Opfern vor.

Kampfhubschrauber eröffneten dann das Feuer auf andere Ziele außerhalb der Stadt, die etwa 60 Kilometer von Bagdad entfernt liegt. Der Beschuss durch Haubitzen und Granatwerfer war kilometerweit zu hören.

Es war den Armeeangaben zufolge das erste Mal, dass das Militär verlassene Gebäude in der Umgebung von Bakuba angegriffen hat. „Das bedeutet, was den Angriff auf Häuser anbetrifft, eine neue Stufe“, sagte Hauptmann Steve Miller im Einsatzzentrum der die Angriffe ausführenden Einheit. „Das sind Häuser, von denen aus wir angegriffen wurden oder in der Zukunft angegriffen werden könnten.“ „Wir sind gegen diese Ziele zuvor schon vorgegangen“, sagte Miller weiter, die eingesetzte Feuerkraft sei diesmal aber zehn Mal so stark gewesen. „Wir wollen noch einmal zeigen, dass wir eine mächtige Feuerkraft haben und sie nach eigenem Gutdünken einsetzen können.“

Die US-Armee wird fast täglich von Freischärlern angegriffen. Bakuba liegt in einer Gegend, die als Hochburg der Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein gilt.

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