Neue Regierung im Amt Griechenland fordert mehr Zeit zum Sparen

Griechenlands neue Regierung startet mit einer Forderung: sie will die Frist für ihre Sparziele verlängern. Doch damit stößt sie bei den Euro-Finanzministern auf heftige Gegenwehr. Zunächst einmal.
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Der neue griechische Ministerpräsident Antonis Samaras will die Auflagen der Geldgeber deutlich lockern. Quelle: dapd

Der neue griechische Ministerpräsident Antonis Samaras will die Auflagen der Geldgeber deutlich lockern.

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AthenDie neue griechische Regierungskoalition will mehr Zeit für ihr Sparprogramm gewinnen. Kurz vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg einigte sich die Koalition auf die Forderung nach einem zweijährigen Aufschub der Fiskalziele. Nach Darstellung der griechischen Behörden liefe die Verlängerung auf einen zusätzlichen Geldbedarf von mindestens 16 Milliarden Euro hinaus. In Athen stellte der neue Ministerpräsident Antonis Samaras ein von seiner konservativen Partei dominiertes Kabinett vor.

Die Niederlande drohten den südlichen Euro-Ländern unterdessen offen mit einem Ende der Hilfen des Nordens. Spanien geriet als zweiter Brandherd der Euro-Zone immer tiefer in den Krisen-Strudel und musste kurz vor einem Antrag auf EU-Bankenrettungshilfen bei einer Anleihen-Auktion deutlich höhere Zinsen zahlen.

Unter dem immensen öffentlichen Druck der durch Rezession und Massenarbeitslosigkeit geplagten Griechen will die neue Regierung die strengen Auflagen lockern. Die Koalition verlange mehr Zeit, um das eigentlich für 2014 gesetzte Ziel der Reduzierung des Haushalsdefizits von 9,3 auf 2,1 Prozent zu erreichen, sagte ein Vertreter der Demokratischen Linken. Zudem sollen Sozialleistungen für Arbeitslose statt ein nun zwei Jahre gezahlt und Entlassungen im öffentlichen Dienst begrenzt werden.

Die Forderungen dürften bei dem Treffen der Finanzminister der Euro-Länder bei einigen Teilnehmern auf heftige Gegenwehr stoßen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte machte bereits klar, sein Land, aber auch Finnland und Deutschland würden ihre Unterstützung nicht fortsetzen, wenn sie nicht sicher sein könnten, dass sich die südlichen Länder ebenfalls an die Vereinbarungen hielten.

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13 Kommentare zu "Neue Regierung im Amt: Griechenland fordert mehr Zeit zum Sparen"

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  • Griechenlands Zustand: nicht auf dem weltmarkt wettbewerbsfähig, keine funktionierende staatl. Verwaltung, hohe Korruption, galoppierende Verarmung. Wie will man diese Probleme kurzfristig lösen? Ganz Griechenland im 2-monats-Seminar umerziehen?
    Die politische Elite in Europa weiß doch längst um das eigene Scheitern und belügt uns dennoch stetig weiter. Es wird nicht etwas dadurch richtig, daß man es ständig falsch wiedergibt, Frau Merkel, Herr Schäuble, Herr ....! Auch Deutschland kann sich aus der Schuldenfalle nicht mehr selbst befreien. Willkommen im Bühnenstück "Die Hoffnung stirbt zu letzt".

  • Es ist eine der typischen Unverschämtheiten aus Athen. Erst betrügen, dann auch noch Forderungen stellen. Mit solchen Leuten setzt man sich erst gar nicht an einen Tisch.

    Mit dem sparen kann man sofort anfangen, wenn man nur will und nicht erst in 2 Jahren. Es dürfte doch jedem klar sein, dass die auch noch in 200 Jahren um Verlängerung der Sparfrist bitten werden. Die wollen die Politiker aus dem Norden so wie einen Ochsen an der Nase durch die Manege führen und wetten, die lassen das auch noch zu.

  • leider sehr sehr lange, weil man die Griechen aus politischen Gruenden nicht erlauben wird den Euro aufzugeben, in dem Euroboot werden alle untergehen und zwar zusammen. Das einzige Land welches ausscheiden kann ist Deutschland, wird aber niemals passieren.

  • ... nicht quatschen, sondern schufften!

    ... nicht denken, sondern Steuern zahlen!

    ... irgendeiner muß schließlich immer blechen - damit andere weiterhin abḱassieren können...

  • dann solln se halt die Erbschaftsmasse deckeln und sich das Geld von dort holen, wo es ist.

    des weiteren: importiert Griechenland das 2 bis 3 fache an Leistung wie es exportiert.
    und wer solls zahlen?

    - richtig! ...

    und für wie lange soll dieser zustand anhalten?

    - wieder richtig ! ...

  • die Griechen sind sich eben einig...

    ... Steuern? "Nö, der reiche Nachbar zahlt ja auch keine!"
    - Abgaben? "Wieso?"
    - Mautgebühr? "Quatsch, die anderen zahlen ja auch nicht."
    - Die Stromrechnung? "Hmm, schaun wer mal .. evtl. lässt sich ja der Stromabdreher für weniger umdrehen ..."
    - Gasrechnung? " I-wo!, der da kommt zum Abdrehen ist auch Staatsbediensteter - der bekommt ein Taschengeld und geht wieder, wie immer!"
    - Die immer noch offene Rechnung für die erhaltene Infrastruktur aus Deutschland? "Hä?! - womit denn? Wir sind in Griechenland, hier zahlt niemand Steuern" ...

    ... es gibt doch genügend Trottel in Deutschland, sollen die zahlen. Richtig so!

  • Aber Selbsverstaendlich muss Griechenland die Steuern senken 23 % MwsT fuer ein Urlaubsland was in direkter konkurrenz zur Tuerkei und Bulgarien steht und dadurch massig Urlauber an diese verliert, bei seinem staerksten Industriezweigmuss dadurch konkurrenzfaehig werden. Im uebrigen die Erhoehung der MwsT hat die Einnahmen nicht erhoeht. Kein wunder wenn man in der Taverne in Griechenland fuer sein essen 23% MwsT zahlen muss in Euro und im Nachbarland Tuerkei 8% zahlen in Lire, dann kann das nicht gut gehen.

  • Ich hoffe das die ständige Wortbrecherei endlich mal ein Ende hat. Die Griechen sollen erstmal steuern eintreiben, und was machen Sie? Die "neue" Regierung hat Steuersenkungen beschlossen. Hoffentlich hat irgendwer die Eier um dieses Spielchen zu beenden.

  • Wer keine Ahnung von Geschichte hat sollte man lieber gar nichts sagen. Wie waers wenn Griechenland die gleichen Konditionen wie Deutschland kriegen wuerde1953, waere das nicht gerecht. Wer "musste" damals den Deutschen dank amerikanischem Druck Schulden erlassen. Das was jetzt passiert ist krank und soll nur Zeit gewinnen damit die ganzen Schulden von den Privatbanken an die EZB uebergeben werden. Das ist der GRund warum es auch bisher keine Loesung gab fuer die Schuldenprobelmatik in Griechenland und sonst keiner. Nichtsdestotrotz sollen natuerlich die Reformen angepackt werden, aber bitte schoen wer hat bisher alles schoen geredet alle 3 Monate obwohl nichts passiert ist und die jeweiligen Tranchen freigegeben Fr.Merkel wer???????

    http://www.fr-online.de/schuldenkrise/schuldenerlass-wie-griechenland-bei-der-rettung-deutschlands-half,1471908,11569276.html

  • Die Griechen befinden sich schon lange nicht mehr in der Position, Forderungen zu stellen. Bisher haben sie noch nie ihre Zusagen eingehalten - und sie werden sie auch in Zukunft nicht einhalten. Solange die Griechen nicht einmal Willens und in der Lage sind, ihre Steuern einzutreiben und ordentliche Kataster zu erstellen, die ausländische Investoren nicht abschrecken, sollten wir den Griechen keinen Millimeter mehr entgegen kommen!
    Es erhärtet sich nämlich der Verdacht, dass wir es hier mit notorischen Zechprellern zu schaffen haben.

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