Neue Siedlerwohnungen im Westjordanland geplant
Kritik an Israels Plänen für Siedlungsbau auch aus den USA

Zu einem völligen Stopp ihrer Pläne für einen Siedlungsausbau im palästinensischen Westjordanland haben nach der Europäischen Union und den Vereinten Nationen nun auch die USA Israel aufgefordert.

HB WASHINGTON. Die israelischen Pläne stünden im Widerspruch zur US-Politik und gefährdeten den Friedensprozess mit den Palästinensern, sagte Außenministerin Condoleezza Rice der Zeitung „Los Angeles Times“ in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Die US-Regierung erwarte, dass Israel alle Fragen umsichtig behandele, die die Friedensverhandlungen beeinträchtigen könnten. Die USA hätten ihre Bedenken der israelischen Regierung in dieser Woche mitgeteilt.

Aus Kreisen der israelischen Regierung war Anfang der Woche verlautet, dass sie die Errichtung von 3500 neuen Siedler-Wohnungen im Westjordanland plant. Sie will damit offenbar den Anspruch Israels auf Jerusalem als Ganzes untermauern. Durch den Bau soll die jüdische Siedlung Maale Adumim mit dem arabischen Osten Jerusalems verbunden werden. Die Palästinenser-Regierung hatte umgehend gewarnt, dadurch würden die jüngsten Friedensbemühungen gefährdet. Die Palästinenser betrachten Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen von ihnen angestrebten Staat. Die 2003 von der EU, den UN, den USA und Russland vorgelegte internationale Nahost-Friedensplan soll zu einem Palästinenser-Staat führen.

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