Neue Tonaufnahme
Bin Laden will Heiligen Krieg im Sudan und Arabien

Neue Kampfaufforderung von Osama bin Laden. Der El-Kaida-Chef hat im Internet zum Heiligen Krieg gegen ausländische Streitkräfte im Sudan und auf der arabischen Halbinsel aufgerufen. Dies sei die Pflicht von Muslimen. Allerdings räumte Bin Laden erstmals auch Fehler ein.

HB KAIRO. Die Tonaufnahme war unterlegt mit einem Standbild Bin Ladens. Eine Stimme, die sich wie Bin Ladens anhörte, verlangte darin eine Rebellion gegen die Herrscher, die die Präsenz ausländischer Kräfte in muslimischen Ländern zuließen.

Ausschnitte der Aufnahme hatte der Sender Al-Dschasira bereits am Montag ausgestrahlt. In diesen Textpassagen rief Bin Laden die Aufständischem im Irak zu Einigkeit auf, räumte aber auch Fehler der radikal-muslimischen Organisation ein.

In den Hochburgen der El-Kaida im Irak haben sich in den vergangenen Monaten mehrere Stämme von der Gruppe abgewandt und mit den US-Truppen verbündet. Die Gewalt ging hier seit Ende Juni Angaben der irakischen Regierung zufolge um 82 Prozent zurück.

Die irakischen Aufständischen sollten sich mit den El-Kaida-Anhängern zusammenschließen. „Die islamische Gemeinschaft ist wichtiger als eine Gruppe. Sie ist wichtiger als ein Staat.“

Bin Laden sprach von guten und schlechten Taten der El-Kaida-Kämpfer. „Wer Gottes Gebote verletzt, muss zur Rechenschaft gezogen werden“, hieß es weiter. „Ich rate unseren Brüdern, ganz besonders den Brüdern der El-Kaida, keiner einzelnen Person oder Gruppe fanatisch zu folgen.“

Im vergangenen Monat hat Bin Laden rund um den Jahrestag der Anschläge vom 11. September drei Botschaften veröffentlicht.

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