Neue Tranche
IWF greift Portugal mit weiterem Kredit unter die Arme

Bereits vor einigen Wochen hat sich die Troika bereiterklärt, Portugal mehr Zeit für den Schuldenabbau zu geben. Dafür gab jetzt der IWF auch formell sein Einverständnis. Zugleich bewilligte er weitere Gelder.
  • 8

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat Portugal erwartungsgemäß eine weitere Kredithilfe bewilligt. Dem unter einer Schuldenkrise leidenden Euro-Land würden umgehend weitere 1,5 Milliarden Euro gewährt, teilte die Organisation am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit.

Sie warnte jedoch angesichts der schwachen Wirtschaftsaussichten und der hohen Arbeitslosigkeit davor, dass die mit den internationalen Geldgebern vereinbarte Sanierung der Staatsfinanzen auf wackeligen Beinen stehe. Zugleich stimmte der IWF-Exekutivrat formell zu, die Defizitziele für 2012 und 2013 zu lockern.

Die „Troika“ aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und dem Fonds hatten sich bereits vor Wochen darauf verständigt, Lissabon mehr Zeit zu geben. Es seien aber „weitere Anstrengungen“ gefragt, wie die amtierende Vorsitzende des Währungsfonds-Exekutivrats Nemat Sjafik laut einer Mitteilung sagte. „Es sind strukturelle Reformen nötig, um die dauerhafte Haushaltssanierung zu untermauern.“ Dazu gehörten verbindliche Haushaltsregeln und eine bessere Steuerüberwachung.

Mit der neuen Kredittranche hat der IWF Portugal nun Finanzhilfen von insgesamt 21,8 Milliarden Euro gewährt. Alles in allem bekommt Portugal von der „Troika“ 78 Milliarden Euro im Rahmen eines Drei-Jahres-Programms.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neue Tranche: IWF greift Portugal mit weiterem Kredit unter die Arme"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • „ SIE „ müssen das Volk weiter VERSKLAVEN und ÄRMER machen lassen , damit DIE hier MEHR verdienen als woanders , in der Welt .
    Das Geld . . .
    Dies Problem haben ALLE Länder , dieser Welt : SIE müssen bei mir mehr verdienen als woanders , in der Welt .
    So sind ALLE Länder nur Sklaven der Börsen und gegen NATUR ?
    MORAL Und KULTUR kommen NICHT gegen die ZAHLEN des GELDES AN und für DIE ist es NUR EINFACHE Mathematik aber NUN ERKANNT : ESM von . . . das ZIEL für IMMER .
    Frank Frädrich

  • "Für Deutsche gibt es eine ganz einfache Lösung um den Wahn zu überleben. Er spendet all sein Hab und Gut den Südländern und geht anschließend aufs Amt und beantrag Aufstockung."

    Wozu denn auch?
    Erstmal bitte in den Fabrikstädten der asiatischen Länder ein "Praktikum" machen.
    Morgens Frühgymnastik, mittags Reissuppe, gerade Nähte machen, Färbegifte einatmen, passende Bügeleisen herstellen und den Gemeinschaftsdrill absolvieren.
    Die wundersamen Geldvermehrer, ja die mit der so tollen Wettbewerbsfähigkeit, die zahlen schon die Renten der eigenen Bürger, oder?
    Schließlich sind diese ja so wettbewerbsfähig, eben weil es woanders keine Renten, keinen Umweltschutz, keine vernünftigen Arbeitsgesetze, so gut wie keine Sozialversicherungen, etc. gibt.
    Erst wenn es in Europa wieder ähnliche Zustände gibt, ja, dann kann es aufwärts gehen, muß man doch einsehen, oder?
    Man muß nur schneller sein als andere, sonst entdecken eben andere die Sklavenparadiese. Aber solange die Menschen neidisch auf Nachbarn schauen und ihre armseeligen Kröten in solche Produkte versenken, klappt das schon weiterhin. Hauptsache Hipp, und Hauptsache billig und Hauptsache MEINS!
    Klappt schon.
    Vielleicht

  • SOLANGE die GLEICHEN IMMER NOCH , DADURCH , REICHER WERDEN WILL DOCH GAR KEIN BEZAHLTER , als SYSTEM DIENLING , ES ANDERS .
    ich KÄMPFE NICHT GEGEN Menschen sondern GEGEN DAS SYSTEM aber ihr SEID ALLE SYSTEM ! WAS MACHEN ? DENN DOCH LEBT JEDER seine WAHRHEIT aber DIE SIND GESCHAFFEN DAMIT WAHRE WAHRHEIT NICHT FINDET , vom System .

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%