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Neue Veröffentlichungen: Wikileaks-Gründer Assange drückt aufs Tempo

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die beschleunigte Veröffentlichung neuer Dokumente angekündigt. Älteren Aussagen von Assange zufolge sollen diese die unethischen Praktiken einer US-Großbank belegen. Allgemein wird angenommen, dass es sich um die Bank of America handelt.

Wikileaks-Gründer Julian Assange auf dem Weg ins Gerichtsgebäude. Quelle: dpa
Wikileaks-Gründer Julian Assange auf dem Weg ins Gerichtsgebäude. Quelle: dpa

HB LONDON. Die Berichte würden in Kürze über die Medienpartner des Enthüllungsdienstes verbreitet, sagte Assange am Rande eines Gerichtstermins am Dienstag in London. Die Internetplattform Wikileaks hatte im Dezember Pläne für die Veröffentlichung von Dokumenten bekanntgegeben, die unethische Praktiken einer US-Großbank belegen sollen. Allgemein wird angenommen, dass es sich um die Bank of America handelt.

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Assange musste am heutigen Dienstag im Verfahren um eine mögliche Auslieferung an Schweden erneut vor Gericht auftreten. In Begleitung seines Anwalts trat der 39-Jährige, der in Schweden wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung zweier Frauen befragt werden soll, vor der Anhörung in London kurz vor die Kameras, ohne sich jedoch zu dem Verfahren zu äußern. Die Sitzung war bereits nach rund zehn Minuten vorüber. Der nächste Termin ist nach Angaben der Anwälte beider Seiten für den 7. Februar angesetzt.

Schweden wirft dem 39-jährigen Australier Assange Sexualdelikte vor und hat seine Auslieferung aus Großbritannien beantragt. Die britische Polizei hatte Assange im Dezember festgenommen. Er kam nach neun Tagen Haft gegen eine Kaution von 200 000 Pfund (116 000 Euro) und Auflagen wie das Tragen einer elektronischen Fußfessel frei.

Unterdessen veröffentlichte die Enthüllungsplattform Wikileaks heute auch eine Stellungnahme, in der eine Häufung von Todesdrohungen gegen den australischen Computer-Experten Assange verurteilt wurde. Die Organisation zog dabei eine Parallele zu dem jüngsten Attentat auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords in Arizona. Auch Wikileaks-Mitarbeiter seien in den USA einer "beispiellos aggressiven Rhetorik durch prominente Persönlichkeiten" ausgesetzt, hieß es. Als Beispiel wurde die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin genannt, die gefordert hatte, Assange in der gleichen Weise zu verfolgen, wie einen Terroristen.

Die US-Justiz prüft derzeit, wie sie gegen Wikileaks und Assange wegen der zahlreichen Veröffentlichungen zum Teil geheimer Unterlagen vorgehen kann. Assange hatte zuletzt die Befürchtung geäußert, dass im Falle einer Auslieferung an die USA ein Anschlag auf sein Leben drohe.

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