Neue Vorwürfe
Festnahmen nach Grubenunglück in der Türkei

In der Türkei sind 18 Menschen im Zusammenhang mit dem Grubenunglück festgenommen worden. Immer neue Details, wie es zum dem Drama kommen konnte, werden bekannt. Der Druck auf die Regierung Erdogan wächst.
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SavastepeNach dem verheerenden Grubenunglück in der Türkei sind 18 Personen festgenommen worden, darunter Führungskräfte der Betreiberfirma. Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur Dogan am Sonntag. Fünf von ihnen würden durch die Staatsanwaltschaft befragt. Am Samstag waren die Rettungsarbeiten beendet worden, nachdem Bergungskräfte die Leichen der letzten beiden vermissten Bergleute gefunden hatten. Damit stieg die Zahl der Opfer auf 301. 485 Bergleute konnten nach Angaben von Energieminister Taner Yildiz nach dem Unglück aus der Mine fliehen oder wurden gerettet. Das Grubenunglück ist das schwerste in der Geschichte der Türkei.

Am Dienstag war in der Mine in Soma ersten Angaben zufolge ein Stromverteiler explodiert, danach brach ein verheerendes Feuer aus, das Kohle entzündete und giftige Gase freisetzte. Viele Kumpel starben an Kohlenmonoxidvergiftung.

Regierung und Betreiberunternehmen hatten bislang darauf bestanden, dass das Unglück nicht auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sei. Die Mine sei regelmäßig inspiziert worden. Allerdings verweisen oppositionelle Abgeordnete auf laxe Kontrollen.

Einer der Bergarbeiter, der 24-jährige Erdal Bicak, sagte der AP, er gehe davon aus, dass das Unglück auf Fahrlässigkeit des Betreibers zurückzuführen sei. „Das Unternehmen ist schuld“, sagte er. Die Manager hätten Geräte gehabt, die die Methangaskonzentration in der Luft gemessen hätten. „Die neuen Gaskonzentrationen sind zu hoch gestiegen, und sie haben es uns nicht gesagt.“

Und auch die Sicherheitsinspektionen seien reine Augenwischerei gewesen, sagt der Bergmann. Die Inspekteure seien nie in die tiefer gelegenen Stollen der Soma-Mine gekommen und hätten keine Vorstellung davon gehabt, unter welch schlechten Bedingungen die Menschen dort gearbeitet hätten.

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Stützpfeiler aus Holz und nicht aus Metall

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