Neue Welle der Gewalt
Viele Tote bei Angriffen im Irak

Mindestens 36 Menschen sind bei einer neuen Welle von Gewalt im Irak am Dienstag ums Leben gekommen. Sie starben bei einer Serie von Rebellenangriffen und drei Selbstmordanschlägen im so genannten sunnitischen Dreieck zwischen Bagdad und dem kurdischen Norden.

HB BAGDAD. Der spektakulärste Anschlag galt dem Kommandeur der Nationalgarde für die irakische Hauptstadt, Madhhar al-Maula, der jedoch unverletzt blieb.

Mindestens acht seiner Begleiter wurden nach Krankenhausangaben jedoch verletzt, als der Selbstmordattentäter im sunnitischen Stadtviertel Adhamija mit seinem Wagen in den Militärkonvoi raste und sich in die Luft sprengte.

In Samarra, 100 Kilometer nördlich von Bagdad, und in Bakuba, 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt, griffen weitere Selbstmordattentäter Konvois der Nationalgarde an. In Samarra seien drei Nationalgardisten und drei Zivilisten, in Bakuba acht Nationalgardisten getötet und 21 verletzt worden, verlautete aus irakischen Sicherheitskreisen.

Südlich der nordirakischen Stadt Tikrit griffen Aufständische eine Polizeiwache an und töteten zwölf Beamte. Die mit Panzerfäusten, Handgranaten und Kalaschnikows bewaffneten Rebellen überwältigten die Belegschaft der kleinen Wache. Drei weitere Polizisten starben bei Überfällen auf zwei andere Wachen in der Umgebung von Tikrit, teilte die örtliche Polizei mit. Ein Polizeibeamter wurde in Audscha, dem Geburtsdorf des gestürzten Diktators Saddam Hussein, auf einer Patrouille aus dem Hinterhalt erschossen.

In Balad, 70 Kilometer nördlich von Bagdad, überfielen Aufständische eine Wahlzentrale und töteten dabei einen Polizisten. In der Erdölstadt-Kirkuk starben zwei Aufständische, als ihr selbst gebaute Sprengkörper, den sie an einer Ölleitung anbringen wollten, vorzeitig explodierte.

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