Neuer Beitrittskandidat
EU sieht Chance auf Beitrittsprozess mit Mazedonien

Die EU könnte schon bald Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien aufnehmen. Bisher hatte sich Griechenland wegen eines Namensstreits mit dem Land gegen einen Beitritt gestellt. Die EU schaltet sich nun als Vermittler ein.
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BerlinMazedonien kann sich offenbar Hoffnungen auf einen baldigen Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen machen. EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle sagte am Freitag in einem Reuters-Interview, es gebe erstmals positive Zeichen aus Athen und Skopje im Namensstreit. Er hoffe, dass die EU-Staaten der Empfehlung der Kommission folgten und die Beitrittsverhandlungen mit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik endlich eröffneten. EU-Diplomaten bestätigten Reuters, dass es eine Vorentscheidung bereits auf dem EU-Gipfel im Dezember fallen könnte.

Bisher blockiert Griechenland jede Annäherung Mazedoniens, weil es aus dem Namen einen Anspruch auf die griechische Provinz Makedonien befürchtet, was die Regierung in Skopje verneint. Füle bietet Athen nun ein neues Verfahren an: Statt den Beginn der Verhandlungen weiter zu blockieren, soll der Namensstreit besser in der frühen Phase der Gespräche gelöst werden. „Wir können garantieren, dass die Erweiterungsverhandlungen ohne eine Einigung verzögert oder am Ende auch gestoppt werden“, betonte er.

Zugleich warnte Füle vor gravierenden Folgen, sollten dem Balkan-Staat weiter die anvisierten Beitritte in der EU und der Nato verweigert werden. Bereits jetzt nähmen die Spannungen zwischen den Volksgruppen in dem Land zu. „Ich denke, sie sind eine Folge des Stillstands“, warnte der tschechische EU-Kommissar.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neuer Beitrittskandidat: EU sieht Chance auf Beitrittsprozess mit Mazedonien"

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  • @Dex @SorryImGreek2
    Hört auf über irgentwelche Gene und völkermischung zu sprechen das ist nicht nur rassistisch sondern auch völliger Blödsinn.
    Jeder Mensch der heute lebt hat verschiedene Gene in sich, keiner ist reinrassig!!!!!
    Die Geschichte eines Volks wird mit seiner Sprache belegt.
    Die heutige Regierung in Skopje baut unmengen von Statuen in Skopje von Alexander den Große über Aristoteles bis nach Justinian den 1 nur leider vergisst sie das diese menschen Griechisch als Muttersprache hatten.
    Hier ein zietat von Alfried Wieczorek Leiter der Reiss- Engelhorn-Museen «Alexander ist eher ein Grieche und auf keinen Fall ein Vorfahr der heutigen slawischen Mazedonier neueste Forschungen haben noch einmal ganz klar ergeben, dass die Mazedonier zur Zeit Alexanders und die damaligen Griechen eng verwandt waren. Im Altertum konnten sich Griechen und Mazedonier gut verständigen, weil sie dieselbe Sprache sprachen.»
    Für euch die es schwerer verstehen er meint mit Slawisch die Sprache.

    Und wie es die Regierung in Skopje auch dreht und wendet im sogenannten F.Y.R.O.Macedonien spricht man keine Sprache die aus dem Griechischen entstanden ist sondern einen Bulgarischen Dialekt. Außerdem liegt das Antike Makedonien zu 90% auf heute Griechischen Staatsgebiet (Pella der geburtsort Alexanders liegt in Griechenland Vergina wo das grab von Phillips des 2 gefunden wurde liegt in Griechenland).




  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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