Neuer Generalsekretär
Norweger Stoltenberg gilt als Top-Favorit auf Nato-Posten

Im September hat er die Parlamentswahlen verloren, nun gilt er als heißer Anwärter auf den höchsten Posten der der Nato: Der norwegische Ex-Regierungschef Jens Stoltenberg wird offenbar auch von Deutschland unterstützt.
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Den HaagDer frühere norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat offenbar gute Chancen, neuer Nato-Generalsekretär zu werden. Seine Nachfolgerin Erna Solberg sagte am Montag am Rande des Nuklear-Gipfel in Den Haag, dass einige Nato-Staaten den Sozialdemokraten gerne an der Spitze der transatlantischen Verteidigungsgemeinschaft sehen würden. Dies wurde von einigen Diplomaten aus Nato-Staaten bestätigt.

Zu den Unterstützern Stoltenbergs, der fast zehn Jahre norwegischer Ministerpräsident war, bevor er vergangenen September die Parlamentswahlen verloren hatte, sollen die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien gehören. „Er ist ein ziemlich starker Kandidat“, sagte ein Nato-Diplomat.

„Wir haben immer gesagt, dass wir norwegische Kandidaten für internationale Posten unterstützen“, sagte seine Nachfolgerin Solberg. Allerdings könne sie nicht bestätigen, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. „Das ist ein Konsens-Prozess. Wir wissen nie, wann der Konsens erreicht ist“, betonte Solberg. Norwegen habe Stoltenberg auch nicht formell als Kandidaten nominiert. „Aber es gibt eine Reihe von Staaten, die ihn als Kandidaten wollen.“

Die norwegische Zeitung „Afterposten“ hatte als erste berichtet, wichtige Nato-Staaten hätten sich auf Stoltenberg als neuen Generalsekretär der Allianz verständigt. Die Entscheidung solle bereits auf dem Treffen der Nato-Außenminister Anfang April in Brüssel fallen. Alle Nato-Staaten müssen dem zustimmen. Bei früheren Nominierungen hatte der Nato-Partner Türkei in letzter Minute Einwände gegen Kandidaten erhoben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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