Neuer Job für Sean Spicer
Trump-Sprecher gesucht

Schon länger köchelten Gerüchte über einen Rücktritt des Pressesprecher des Weißen Hauses. Nun soll Sean Spicer zumindest weniger häufig in der Öffentlichkeit stehen. Einen Nachfolger zu finden, ist nicht leicht.
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New YorkDer schwierigste Job in der westlichen Hemisphäre könnte bald frei werden: Donald Trump erklären. Nach Medienberichten soll der bisherige Presse-Sprecher des US-Präsidenten Sean Spicer seinen Posten auf dem Podium räumen, zum Kommunikationschef aufsteigen und damit stärker in den Hintergrund rücken. Mit dem neuen Posten würde er den Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Mike Dubke, ersetzen. Dubke war Ende Mai nach nur drei Monaten im Amt auf eigenen Wunsch zurückgetreten.

Mit Spicer würde eine der schillerndsten Figuren der Trump-Regierung das Rampenlicht verlassen. Der Sprecher hat mit Vorliebe den Journalisten die Leviten gelesen: Sie hätten falsch über die Menschenmengen bei der Amtseinführung Donald Trumps berichtet, Tweets des US-Präsidenten falsch verstanden und überhaupt seien sie auf einer Hexenjagd gegen seinen Chef. Spicer war leicht irritierbar, und wenn ihm die Fragen nicht passten, verließ er auch mal beleidigt den Raum. Damit war er das gefundene Fressen für Comedians, die den Mann mit den zu großen Anzugjacken regelmäßig parodierten. Vielleicht war das mit ein Grund, warum das Weiße Haus seit Montag Fernsehkameras und Aufnahmegeräte in den Presse-Briefings verboten hat. Ein Schritt, den kein Präsident im Fernsehzeitalter gewagt hat.

Über Spicers Abgang war immer wieder diskutiert worden, da Trump seit einiger Zeit unzufrieden mit seinen Kommunikatoren ist, die ihn seiner Ansicht nach nicht gut genug verteidigen. Öffentlich stellte sich Trump zwar hinter seinen Sprecher. Aber im persönlichen Umfeld soll er immer wieder gefragt haben, ob er Spicer feuern soll.

Ein Nachfolger für den heiklen Posten auf dem Podium mit einem kaum belehrbaren Chef steht noch nicht fest. Es könnte auch sein, dass sich mehrere Personen den Job teilen. Als Kandidaten gelten die konservative Talkshow-Meisterin Laura-Ingraham, der ehemalige Pentagon-Sprecher Geoff Morrell und der Politik-Stratege Scott Reed.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • Spicer hatte sicherlich keine klaren Vorstellungen wie fürchterlich der Job werden würde. Jetzt weiß es jeder potentielle Kandidat. Bin gespannt, welcher Desperado sich das antut.

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