Neuer Schüler-Test: EU will „Fremdsprachen-Pisa“

Neuer Schüler-Test
EU will „Fremdsprachen-Pisa“

Den Schülern in der EU steht nach den Bildungsvergleichen Pisa und Iglu eine weitere internationale Bewertung ihrer Kenntnisse bevor. Die Bildungsminister in Brüssel wollen einen europaweiten Fremdsprachentest durchsetzen.

HB BRÜSSEL. Die Minister wollen im Frühjahr eine Expertengruppe einsetzen, die zusammen mit der EU-Kommission die Einzelheiten des Fremdsprachentests ausarbeiten soll. Die Fachleute sollen vor allem klären, in welchem Alter die Schüler den Test machen und welche Sprachen dabei überprüft werden.

„Es geht darum, die besten Modelle von Fremdsprachenunterricht zu identifizieren, damit die Mitgliedstaaten voneinander lernen können“, sagte die österreichische Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Die europäischen Schüler sollen von Anfang 2008 an alle drei Jahre in Fremdsprachen getestet werden. Langfristig will die EU alle Amtssprachen in den Test einbeziehen. Die Union hat derzeit 20 offizielle Sprachen.

EU-Bildungskommissar Jan Figel forderte Österreich am Rande des Treffens auf, seine geplante Quotenregelung für den Zugang zum Medizinstudium detailliert zu begründen. Um den Ansturm deutscher Studenten zu bremsen, will die Regierung in Wien vom Herbst an 75 Prozent aller Studienplätze in diesem Bereich für Österreicher reservieren. „Europa ist kein Freund von Quoten“, sagte Figel.

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