Neuer Skandal
Pechsträhne für Japans Regierungschef Abe hält an

Die Serie an Skandalen in der japanischen Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe reißt nicht ab. Drei Wochen vor Parlamentswahlen meldeten japanische Medien am Samstag, dass der erst kürzlich ernannte Landwirtschaftsminister Norihiko Akagi angeblich in einen Missbrauch von politischen Spenden verwickelt sein soll.

HB TOKIO. Akagi trat sein Amt im Juni an, nachdem sein Vorgänger angesichts eines ähnlichen Skandals Selbstmord begangen hatte. Anfang dieses Monats trat zudem Verteidigungsminister Fumio Kyuma wegen umstrittener Äußerungen zu den US-Atombombenabwürfen 1945 über Hiroschima und Nagasaki zurück. Für Regierungschef Abe kommen die Hiobsnachrichten zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Am 29. Juli stehen Oberhauswahlen an, bei denen die Koalitionsparteien um den Erhalt der Mehrheit kämpfen müssen.

Japanischen Medienberichten zufolge soll eine politische Unterstützungsorganisation von Landwirtschaftsminister Akagi jahrelang das Haus seiner Eltern als Büro geführt und Miet- sowie Bewirtschaftungskosten von rund 90 Millionen Yen (über 500 000 Euro) abgerechnet haben, obwohl es gar nicht als Büro benutzt worden sei. Die Agentur Kyodo zitierte Akagis Vater mit den Worten, er habe nie Miete erhalten. Im Dezember war Abes Minister für Verwaltungsreform, Genichiro Sata, wegen solchen Missbrauchs von Geldern seiner früheren Unterstützergruppe zurückgetreten. Die Gruppe soll Unterhaltskosten für ein Büro geltend gemacht haben, das ebenfalls nicht existierte.

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