Neuer Sondergesandter
UN ziehen letzte Beobachter aus Syrien ab

Die Uno hat am Samstag das Ende ihrer Beobachtermission in Syrien eingeleitet – und zieht ihre letzten Kräfte aus dem Land ab. Der neue Sondergesandte warnte jedoch vor einem militärischen Eingreifen in dem Krisenland.
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BeirutDie noch rund 100 verbliebenen Beobachter der 300 Mann starken Mannschaft würden innerhalb der nächsten Stunden das Land verlassen, sagte UN-Sprecherin Juliette Touma am Samstag. Der UN-Sicherheitsrat hatte angesichts der gescheiterten internationalen Bemühungen um eine Eindämmung der Gewalt in Syrien das Ende der Beobachtermission beschlossen. Lediglich ein kleines Verbindungsbüro soll im Land bleiben und künftige Friedensbemühungen unterstützen.

Der neu ernannte Syrien-Gesandte Lakhdar Brahimi äußerte unterdessen bezüglich der Debatte über ein mögliches militärisches Eingreifen in dem Land große Skepsis. Über eine militärische Option zu sprechen, gleiche einem Eingeständnis des diplomatischen Versagens, sagte er. Er hoffe sehr, dass eine militärische Intervention nicht nötig sei.

Die USA und die Europäische Union sicherten Brahimi ihre volle Rückendeckung zu. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton versprach "volle Unterstützung" der EU. Brahimi sei "ein erfahrener Diplomat mit einem tiefen Verständnis für die (arabische) Region", sagte Ashton am Samstag in einer Pressemitteilung. Die EU-Chefdiplomatin rief die internationale Gemeinschaft und den UN-Sicherheitsrat auf, dem künftigen Syrien-Gesandten von Vereinten Nationen und Arabischer Liga ihre geschlossene Unterstützung zuteilwerden zu lassen.

Zuvor hatte auch US-Außenministerin Hillary Clinton die Rückendeckung Washingtons zugesichert. "Meine Botschaft an den Sondergesandten Brahimi ist schlicht: Die Vereinigten Staaten stehen bereit, Sie zu unterstützen", erklärte Clinton. An das syrische Volk gewandt fuhr sie fort: "Sie sind nicht allein." Die internationale Gemeinschaft stehe hinter einer von den Syrern ausgehenden politischen Wende hin zu einem pluralistischen System, das den Willen des Volkes repräsentiere, betonte Clinton.

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Westerwelle begrüßt Ernennung Brahimis

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  • wir haben doch schon humanitaere hilfe in form von einem aufklaerungsschiff fuer die freiheitskaempfer geschickt.das ist damit beauftragt den freiheitskaempfern truppenbewegungen der moerderischen assad armee aufzuzeigen.diese koennen dann weiter mit pfeil und bogen das moerdersystem bekaempfen.der komplette westen mit israel erledigt gerade auf dem weg zum iran die vorarbeit. preisfrage, bekommt diesmal der westen den friedensnobelpreis????

  • Man hört gar nichts mehr vom "Volksaufstand" in Aleppo.

    Klappt 'was nicht mit dem regime change?

    Letzte Waffenlieferung aus Saudi-arabien nicht angekommen?

    Terroristentransport in Baghdad hängengeblieben?

    ...

    Los - Clinton & Co: Schnell ein paar dumme Sprüche über das "mörderische Regime in Damaskus" klopfen!

    Hilft garantiert!

    (Zumindest Schwätzer Welle wird Lippendienste leisten.)

  • aber indes: die welt wartet geradezu auf die außenpolitischen ergüsse des fischers zur gegenwärtigen politischen Lage, von der eines ganz gewiss sein wird, dass Fischer auch diese sehr klug politisch kommentierend, wie man es von ihm gewohnt ist, zu begleiten weiß.

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