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Neuer US-Außenminister: John Kerry ist neuer Top-Diplomat der USA

Mit einer überwältigenden Mehrheit macht der Senat den Ex-Präsidentschaftskandidat John Kerry zum neuen US-Außenminister. Doch auf den Wunschkandidaten von Präsident Obama warten schon knifflige Krisenherde.

US-Senator John Kerry aus Massachussets ist der neue Top-Diplomat der USA. Quelle: dapd
US-Senator John Kerry aus Massachussets ist der neue Top-Diplomat der USA. Quelle: dapd

WashingtonAcht Jahre nach seiner Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen ist John Kerry zurück auf der Weltbühne. Mit überwältigender Mehrheit ebnete der Senat dem Vietnam-Veteranen am Dienstag den Weg an die Spitze des State Departments in Washington. Dort wird er sich als Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton gleich um mehrere knifflige Krisenherde kümmern müssen: Syrien, Iran, Afghanistan und der völlig festgefahrene Nahostkonflikt warten mit heiklen Missionen auf. Vereidigt wird Kerry möglicherweise schon am heutigen Mittwoch.

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Für den 69-Jährigen als neuen Chefdiplomaten sprachen sich 94 Senatoren aus. Nur drei stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich. Zuvor hatte schon der Auswärtige Ausschuss des Oberhauses, dem Kerry in den vergangenen vier Jahren vorstand, einstimmig grünes Licht gegeben. Sowohl unter seinen demokratischen Parteifreunden als auch unter Republikanern gilt der Senator aus Massachusetts als erste Wahl für den anspruchsvollen Posten. Kerrys Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen 2004 gegen den republikanischen Amtsinhaber George W. Bush konnte seine Karriere also nur vorübergehend bremsen.

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Kerry war der erklärte Wunschkandidat von US-Präsident Barack Obama, der schon in der Vergangenheit mehrfach auf seine außenpolitische Expertise vertraute. "Es gibt wenige Persönlichkeiten, die so viele Präsidenten und Regierungschefs kennen und unsere Politik so verinnerlicht haben wie John Kerry", hatte sein künftiger Chef die Nominierung begründet. Der erfahrene Außenpolitikveteran sei schlichtweg die perfekte Wahl für das diffizile Amt.

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"Senator Kerry wird sich den politischen und militärischen Führern dieser Welt nicht erst vorstellen müssen", sagte auch der demokratische Senator Bob Menendez, der von Kerry den Vorsitz im Auswärtigen Ausschuss übernehmen wird. Der republikanische Anführer in dem Gremium, Senator Bob Corker, bezeichnete ihn als "Realist", der nun vor allem mit den Aufständen in Ägypten, dem syrischen Bürgerkrieg sowie der Bedrohung durch das Terrornetzwerk Al-Kaida in Afrika und Irans Atomprogramm zurechtkommen müsse.

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