Neues Attentat
Berater des irakischen Ministerpräsidenten erschossen

Im Irak ist erneut ein Regierungsmitarbeiter Opfer eines Attentates geworden. Dieses Mal traf es einen Berater des irakischen Ministerpräsidenten. Extremisten töteten ihn und seinen Fahrer in Bagdad.

HB BAGDAD. In den vergangenen Monaten sind mehr als ein Dutzend ranghohe irakische Regierungsmitarbeiter bei Attentaten ums Leben gekommen. Seit der Bildung der irakschen Regierung Ende April ist die Gewalt in dem Golfstaat neu eskaliert: Mehr als 500 Menschen wurden seitdem bei Anschlägen und Angriffen getötet.

Ebenfalls am Montag starben bei der Explosion einer Autobombe in der nordirakischen Stadt Tos Chormato vier kurdische Kämpfer. Wie ein Polizeioffizier in Kirkuk mitteilte, detonierte der Sprengsatz vor dem Gemeindehaus, das von den "Peschmerga“-Milizionären bewacht wurde. Es sei noch unklar, ob es sich um ein Selbstmordattentat oder um eine ferngezündete Bombe handele, hieß es.

Tos Chormato liegt nicht im kurdischen Autonomiegebiet, hat jedoch eine kurdische Bevölkerungsmehrheit. Nach dem Sturz des Saddam-Regimes kamen kurdische Kämpfer in mehrere Städte südlich der Autonomieregion. Die US-Armee berichtete indes, einer ihrer Soldaten sei am Vortag nördlich von Tikrit durch einen Sprengstoffanschlag auf eine Kampfpatrouille ums Leben gekommen.

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