Neues Gesetz
Michigan verbietet obligatorische Gewerkschafts-Abgaben

Ausgerechnet Michigan verabschiedet ein Gesetzt, das es verbietet, dass Beschäftigte die vorgeschriebenen Beiträge für Gewerkschaften zahlen müssen. Denn im Staat sitzt die mächtige Gewerkschaft der Automobilarbeiter.
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BerlinRick Snyder, der Gouverneur des US-Bundesstaates Michigan, hat am Dienstag ein Gesetz unterschrieben, nach dem obligatorische Abgaben an die Gewerkschaften künftig verboten sind. Damit ist Michigan der 24. Staat mit einer derartigen Gesetzgebung, die von ihren Befürwortern mit dem Schlagwort "Das Recht zu arbeiten" bezeichnet wird.
"Ich sehe das nicht als gegen die Gewerkschaften gerichtet an", sagte der republikanische Politiker Snyder laut Nachrichtenagentur Bloomberg. "Das ist viel mehr für die Arbeiter."
Die Gegner des Gesetzes protestierten während der vorbereitenden Beratungen vor dem Parlament des Bundesstaates. Dabei gerieten sie mit Befürwortern aneinander - die traten unter anderem unter dem Slogan an: "Hört auf, die Gewerkschaftsschweine zu füttern."

Michigan ist die Heimat der drei großen Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler, außerdem sitzt dort die einstmals mächtige Gewerkschaft der Automobilarbeiter. Deswegen hat das Gesetz in diesem Bundesstaat eine große symbolische Bedeutung für die USA insgesamt.
Die Gegner sparten nicht mit harter Rhetorik. "Da wird Blut fließen", sagte der demokratische Abgeordnete Douglas Taylor. Bill Bagwell, Mitglied der Automobiler-Gewerkschaft, meinte sogar: "Das gibt einen Bürgerkrieg". Nach seiner Meinung werden die Mitglieder der Gewerkschaft, die Beiträge zahlen, die Kollegen verachten, die auch ohne zu zahlen in den Genuss der Tarifverträge kommen.
Präsident Barack Obama hatte am Tag zuvor eine Fabrik in Michigan besucht. Dort sagte: "Wie wollen keine Abwärtsspirale". Zu Arbeitern meinte er laut Bloomberg: "Worum es wirklich geht, es euch das Recht zu geben, für weniger Geld zu arbeiten."
Rund 17 Prozent der Arbeiter in Michigan gehören der Gewerkschaft an, in den frühen 60er-Jahren waren es noch 40 Prozent. In Deutschland ist nach einhelliger Auslegung der Verfassung die Rechtslage in etwa so, wie sie jetzt für Michigan beschlossen wurde.

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  • "In Deutschland ist nach einhelliger Auslegung der Verfassung die Rechtslage in etwa so, wie sie jetzt für Michigan beschlossen wurde." o.k., aber was ist mit der Kirchensteuer, der Fall ist in D vergleichbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der Arbeitslohn bildet sich aus Angebot und Nachfrage. Gesetzliche Regelungen und Kartelle wie Gewerkschaften können den Markt verzerren. Meist gibt es dann irgendwann eine Krise und die Realität kommt wieder zur Geltung. Ich habe leider nie gewerkschaftlichen Schutz genossen, lebe und lebte in Staaten die weniger Schutzvorschriften haben als Deutschland, lebe aber trotzdem nicht schlecht.

    Persönlich kann man sein Einkommen steigern in dem man sich engagiert, schleimt, oder wichtig wirkt.

    Eine Gesellschaft kann eine hohe Gesamtproduktivität erreichen durch sinnvolle Rahmenbedingungen und Moralität wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Im Grunde all die Eigenschaften die Linke und Grüne verabscheuen.

    In den USA wird die Produktivität durch ein sehr teures juristisches System und ein nicht industrieoptimales Ausbildungssystem behindert.

    In Europa durch die extrem komplexen Sozialstaaten, die Oekoreligion und durch ein Regelungsdickicht mit solch erfrischenden Regeln wie REACH.

    Vandale

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