Neues Kaufrecht: Brüssel will Einkaufen erleichtern

Neues Kaufrecht
Brüssel will Einkaufen erleichtern

Wenn es nach der EU-Kommission geht, wird Einkaufen im europäischen Ausland deutlich einfacher. In Zukunft sollen sich Kunden für ein neuartiges Kaufrecht entscheiden können. Einkaufen könnte deutlich günstiger werden.
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Brüssel/OsnabrückDie EU will das Einkaufen im europäischen Ausland einfacher machen. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, kündigte in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ („NOZ“/Mittwoch) an, die Pläne für ein neuartiges europäisches Kaufrecht voranzutreiben.

Demnach sollen Verbraucher die europäische Rechtsgrundlage bei einer Bestellung im Ausland optional anstelle nationaler Regelungen wählen können. „Wenn die Unternehmen grenzüberschreitend verkaufen wollen, können sie dies auf der Basis eines EU-Regelwerks tun“, erläuterte Reding. „Das spart Kosten und bringt Rechtssicherheit.“ Besonders der Online-Handel solle dadurch erleichtert werden.

Die EU-Politikerin betonte in der „NOZ“, die neue Verordnung solle die nationalen Vorschriften nicht ersetzen, sondern als Alternative neben die Rechtsordnungen der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union treten. Das neue Kaufrecht, dem jüngst der Rechtsausschuss des EU-Parlaments den Weg geebnet habe, enthalte „alle wesentlichen Regeln“ für einen Vertrag. Dazu gehörten auch vorvertragliche Informationspflichten oder Widerrufsrechte. Nur 9 Prozent der Konsumenten würden bisher Waren im EU-Ausland erwerben. Dabei könnten sie für identische Produkte bis zu 24 Prozent sparen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Die EU-Politikerin betonte in der „NOZ“, die neue Verordnung solle die nationalen Vorschriften nicht ersetzen, sondern als Alternative neben die Rechtsordnungen der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union treten." - ALTERSMILDE or what?? Denkt man an die Glühbirnen, war das noch ganz anders. Kompromiss - das neue Modell in der EU-Diktatur.

  • " „Wenn die Unternehmen grenzüberschreitend verkaufen wollen, können sie dies auf der Basis eines EU-Regelwerks tun“, erläuterte Reding. „Das spart Kosten und bringt Rechtssicherheit."

    Von einer Vereinfachung bin ich klar überzeugt! Textilkennzeichnungspflicht, Batterierücknahmeregeln, Nahrungsergänzungsmittel usw. birgt schon im deutschen Raum eine Menge an Abmahnverfahren, wieso sollte das auf die EU bezogen anders sein? Wenn ich ein Produkt online verkaufen will, muss ich mich zunächst einmal informieren wo ich dieses Produkt überhaupt anbieten darf, ansonsten findet sich sicher ein Anwalt, der mit einer Abmahnung Kasse macht.

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