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Griechische Regierung will Macht der Gewerkschaften brechen

Neues Streikrecht geplant
Griechische Regierung will Macht der Gewerkschaften brechen

Streiks gehören in Griechenland zum Alltag. Die Regierung will das nicht länger hinnehmen. Laut einem Bericht will sie bis Jahresende das Streikrecht reformieren - und die Rechte der Gewerkschaften beschneiden.
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AthenDie griechische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge die für ihre hohe Streikbereitschaft bekannten Gewerkschaften in engere rechtliche Schranken weisen. Dazu soll das Streik- und Gewerkschaftsrecht bis Jahresende grundlegend reformiert werden, wie die Athener Sonntagszeitung „To Vima“ unter Berufung auf „absolut sichere Informationen“ berichtete. Der zuständige Arbeitsminister Ioannis Vroutsis wollte die Informationen jedoch nicht ausdrücklich bestätigen.

Vor allem im öffentlichen Sektor und bei den Staatsbetrieben ist die Macht der griechischen Gewerkschaften beträchtlich. Die Regierung sah sich in den letzten Wochen mehrfach gezwungen, streikende U-Bahner und Seeleute zum Dienst zu verpflichten. Diese unpopuläre Maßnahme gilt aber als ausgereizt.

Als Alternativen sind laut „To Vima“ unter anderem Urabstimmungen und Abstimmungen der Gesamtbelegschaft eines Betriebs im Gespräch. Bislang konnten die Vertreter einzelner Berufsgruppen einen ganzen Betrieb lahmlegen, wie unlängst die Zugführer die Athener Metro.

Ebenfalls vorgeschlagen sei die Wiedereinführung der Aussperrung durch die Arbeitgeber. Auch sollen wichtige Privilegien der Gewerkschafter beschnitten werden, wie die großzügige Freistellung vom Dienst im Zuge ihrer Gewerkschaftstätigkeit.

Das griechische Gewerkschaftsrecht stammt aus den Zeiten der ersten sozialistischen Regierung des Landes und wurde 1982 verabschiedet. Es räumt den Arbeitnehmervertretern weitgehende Rechte ein.


Kommentare zu "Griechische Regierung will Macht der Gewerkschaften brechen"

Alle Kommentare
  • Das wird auch keine Ruhe in das Land bringen. Da immer mehr Griechen keine Arbeit mehr haben, gehen sie auch ohne Gewerkschaft auf die Straße.

  • Anstatt die, die sowiso nicht viel haben, auch noch in Ihren Rechten zu beschneiden soll sich diese wohl "faule" und "reichendominierte" Regierung endlich an die nachhaltige Reform der Steuergesetzte machen und jeden Griechen (Inhaber eines griechischen Passes) auf der Welt dazu verpflichten seine vollständigen Einkünfte (egal wo auf der Welt erzielt) dann in Griechenland offenzulegen und zu versteuern. Bei nichtbefolgen erfolgt bei späterer Einreise von im Ausland lebender Griechen, die sofortige Beugehaft bis dies erfolgt ist. Als Leiche bei Nichtbefolgen keine Beerdigung in griechischer Erde.... etc.

    Aber was machen die .... ?

    Den toten Gaul noch töter machen!

    Und was macht unsere Merkel? Dies weiter voll tollerieren und unsere (nicht Ihr) Geld weiter dort vergeuden! Am 22. September muss da ein Ende haben ... Gruß an alle potentiellen CDU/FDP/SPD/CSU/GRÜNEN Wähler ... denkt gefälligst nach....

  • "Das griechische Gewerkschaftsrecht stammt aus den Zeiten der ersten sozialistischen Regierung des Landes und wurde 1982 verabschiedet."
    Das waren noch Zeiten! Aber nun haben nur noch die Aktionäre, Firmeneigner und Heuschrecken Rechte.
    Die Arbeitnehmer sind rechtlos. Nicht nur in Griechenland!

  • Die Versklavung der Massen zu Gunsten des Kapitals, wird auch vor Griechenland nicht halt machen.

  • Hier wird der unsägliche antidemokratische Einfluss der "Rettungselite" nur allzu deutlich sichtbar. Steuern rauf, Löhne runter, Arbeitnehmer mehr u. mehr entrechten. Warum legen Frau Merkel und Ihre Kumpanen in Brüssel nicht gleich jedem Griechen, Spanier, Portugiesen, Iren, Zyprioten etc. Fesseln an? Was glaubt man wie lange sich die Menschen in diesen Ländern ein derart menschenverachtendes Dekret noch gefallen lassen? Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis der durchaus berechtigte "Sturm" auf Deutschland beginnt. Und wenn man ehrlich ist, dann könnte man es duisen Menschen auch nicht verdenken. Wer wie unsere Politiker in einer endlichen Welt den unendlichen Wachstum propagiert und dafür die Gesundheit ganzer Landbevölkerungen auf dem Gabentisch der Globalisierung opfert, gehört vor den Haftrichter.3

  • Streikrecht hin oder her. Wenn dies jedoch dazu missbraucht wird, die ganze Wirtschaft eines Landes zu lähmen, dann bitte auf eigene Kosten. Unterstützung aus anderen Ländern, in denen mit Vernunft damit umgegangen wird, kann Griechenland nicht erwarten.

  • Das Problem der Griechen liegt darin, dass die gesamte
    Gesellschaft von unten bis oben versaut ist. Jeder ist
    nur auf Beschiss und Abkassieren aus, keiner begreift, dass
    das ihr eigener Staat ist und sie sich damit selber besch.... Die einzige Lösung ist, GR zusammenbrechen zu lassen, dann werden sie wie Phönix aus der Asche aufsteigen, (wie D oder Japan nach dem 2. Weltkrieg) oder die Deutschen finanzieren sie bis zum St. Nimmerleinstag.
    Niemand sollte auf "die Reichen" oder "die Arbeiter" schimpfen, sondern etwas Objektivität an den Tag legen.
    Übrigens hat der frühere Sozialistenchef Papandreou
    noch rechtzeitig sein Barvermögen von 3 Mrd Euro in Sicherheit gebracht, was auch der derzeitigen Regierung
    bekannt ist, doch keine Krähe....

  • Welche Wirtschaft wird gelähmt? Sie meinen dieses kleine Restreservoir von kaum noch bezahlter Beschäftigung?

    Wer erst 3x das Kriegsrecht anwendet und nunmehr das Streikrecht aushöhlen möchte, muss sich nicht wundern wenn die bisher noch HALBwegs organisiert und friedlich verlaufenden Proteste in Kürze gänzlich in die Illegalität und Gewalt abdriften.

  • Ihren Text kann man ohne Zweifel auch auf deutsche Verhältnisse übertragen. Schönen Tag noch

  • Also wieder Hinwendung zur Diktatur.
    Paßt zu dem was auch gerade bei uns abläuft

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