Neues Treffen Ende Juli
WTO-Verhandlungen erneut gescheitert

Die Verhandlungen über eine Liberalisierung des Welthandels sind am Samstag erneut gescheitert.

HB GENF. Die am Donnerstag begonnenen Ministergespräche bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf wurden ohne Ergebnis abgebrochen und auf Ende Juli vertagt. Diplomaten erklärten, es habe keinerlei Aussicht bestanden, die Positionen für ein Weiterkommen der seit 2001 laufenden so genannten Doha-Runde deutlich anzunähern oder zu einem guten Ende zu bringen. Hauptstreitpunkt waren erneut die hohen Ararsubventionen der USA und der EU.

EU-Handelskommissar Peter Mandelson deutete zwar an, dass es im Agrarbereich zu einer gewissen Bewegung mit der Gruppe der 20 Schwellenländer unter Führung Brasiliens und Indiens gekommen sei. Die USA hätten jedoch keine Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen gezeigt. Schon in der Nacht zum Samstag hatten sich die EU, die USA, Japan, Brasilien, Indien und Australien auf keine Verhandlungsgrundlage einigen können.

Die 2001 in der Haupstadt des Scheichtums Katar gestartete Handelsrunde ist seit Jahren festgefahren und hinkt dem Zeitplan mittlerweile zwei Jahre hinterher. Bei der Welthandelsrunde geht es darum, dass Industriestaaten Entwicklungsländern den Verkauf von Agrarprodukten erleichtern und im Gegenzug bessere Konditionen für den Export von Industrieprodukten erhalten.

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