Neues Video
Extremisten drohen Deutschland

In einer Videobotschaft haben Extremisten Deutschland und Österreich erneut mit Anschlägen gedroht. Das österreichische Innenministerium nimmt die Botschaft ernst, geht jedoch nicht von einer unmittelbaren Bedrohung aus. Auch Bundesinnenminister Schäuble meldete sich zu Wort.

HB WIEN. „Wir wiederholen den Aufruf aus dem letzten Video, dass Deutschland seine Truppen aus Afghanistan zurückziehen soll. Dies dient nur zur eurer eigenen Sicherheit in eurem Land“, hieß es in der Botschaft, die die Tageszeitung „Österreich“ am Dienstag auf ihrer Website veröffentlichte.

Österreich hatte im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Video vom März zwei Islamisten festgenommen. Die Urheber des Videos verlangten nun die sofortige Freilassung des Ehepaares, das seit September in Haft ist. „Sonst werdet ihr es bereuen, dass ihr es gewagt habt, Muslime in eure Gefängnisse zu sperren“, hieß es auf dem Band.

Der Sprecher des österreichischen Innenministeriums, Rudolf Gollia, sagte, die Botschaft sei ernst zu nehmen. Die Drohung sei jedoch abstrakt formuliert. „Es ist keine unmittelbare Bedrohung erkennbar“, sagte Gollia. Die Behörden seien in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt auf die Suche nach den Hintermännern des Videos, das österreichischen Medien zugespielt wurde.

Urheber soll eine Gruppe namens Global Islamic Media Front (Globale islamische Medien-Front, GIMF) sein. Nach Beobachtungen deutscher Verfassungsschützer betätigt sie sich vor allem im Internet.

Nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verändere das Video nicht die Einschätzung der Sicherheitslage. Dies sagte Schäuble am Rande der Herbsttagung des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden. Schäuble warnte vor einer Überbewertung. Er plädiere für Gelassenheit und Entschlossenheit.

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