Neuregelung
Handy-Gebühren aus dem Ausland sinken

Rechtzeitig zur Urlaubszeit werden Mobiltelefonate und das Versenden von SMS-Nachrichten aus dem Ausland nochmals billiger. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sprach bewertete die Neuregelung als „Preisdiktat“.

HB STRASSBURG. Für deutsche Nutzer dürfen Gespräche ab dem 1. Juli maximal noch etwa 51 Cent kosten, SMS höchstens etwa 13 Cent. Das geht aus einer Verordnung hervor, die das Europaparlament verabschiedet hat. Neue Preisobergrenzen gelten auch für das Surfen im Internet per Handy.

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer kritisierte die neuen Vorschriften als „Preisdiktat“. Mit der Deckelung würden den Unternehmen Mittel entzogen, die sie für Investitionen in Netzausbau und Qualität benötigten.

Die Obergrenzen für abgehende Telefonate deutscher Handykunden werden ab Juli zunächst auf 51,2 Cent inklusive Mehrwertsteuer pro Minute gedeckelt, ankommende Anrufe dürfen maximal 22,6 Cent kosten. Neu ist zudem die Verpflichtung der Anbieter zur sekundengenauen Abrechnung der Gespräche nach den ersten 30 Sekunden.

Die Obergrenzen für Handy-Gebühren sollen anschließend weiter fallen. Für deutsche Kunden wird der Höchstpreis ab Juli 2010 für ausgehende Gespräche bei 46,4 Cent und für eingehende Gespräche 17,9 Cent pro Minute liegen. Ein Jahr später sollen die Gebühren auf 41,7 und 13,1 Cent begrenzt werden. Schon in den vergangenen beiden Jahren waren die Preise gedeckelt worden. Für das Surfen im Internet oder das E-Mail-Versenden per Handy im Ausland sieht die Neuregelung ebenfalls neue Preisgrenzen vor.

Zudem soll es ab März 2010 einen Schutz vor „Rechnungsschocks“ geben. Demnach können Kunden ihrem Anbieter ein Limit vorgeben, nach dessen Erreichen die Roamingverbindungen gekappt werden. Für Kunden, die bis Juli 2010 kein Limit gewählt haben, soll automatisch die Obergrenze von 50 Euro gelten. Die Anbieter müssen ihre Kunden warnen, wenn sie 80 Prozent des Limits erreicht haben. Bei Erreichung der Obergrenze müssen sie eine neue Mitteilung schicken. Reagiert der Kunde nicht, soll der Anbieter die Daten-Dienste sperren.

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