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Neuverschuldung: Italiens Haushaltslage zunehmend kritisch

Das Krisenjahr 2009 hat dem ohnehin in Schieflage geratenen italienischen Staatshaushalt weiter belastet. Die Vorgaben des EU-Stabilitätspakts wurden mit einer Neuverschuldung von mehr als fünf Prozent deutlich überschritten. Auslöser für die heikle Lage sind Einbrüche bei den Steuereinnahmen.

Italien und die Regierung Berlusconi haben mit einer sich verschärfenden Haushaltslage zu tun. Quelle: dpa
Italien und die Regierung Berlusconi haben mit einer sich verschärfenden Haushaltslage zu tun. Quelle: dpa

HB ROM. Die angespannte Haushaltslage Italiens hat sich im Krisenjahr 2009 spürbar verschärft. Das Staatsdefizit stieg auf 5,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie das Statistikamt Istat am Freitag mitteilte. Der EU-Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von drei Prozent vor.

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2008 war sie mit 2,7 Prozent noch eingehalten worden. Ein Grund für das hohe Defizit waren Steuereinbrüche in Folge der schweren Rezession. Italiens Wirtschaft war mit rund fünf Prozent so stark geschrumpft wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

2010 erwartet die Regierung wieder ein Wachstum von 1,1 Prozent, das sich 2011 und 2012 auf rund zwei Prozent erhöhen soll. Sie geht davon aus, dass dadurch die Gesamtverschuldung wieder sinkt. Die Schulden der öffentlichen Hand werden in diesem Jahr voraussichtlich 116,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachen. Die EU erlaubt maximal 60 Prozent. Italien gehört neben Portugal, Irland, Griechenland und Spanien zu den am stärksten verschuldeten Euro-Ländern.

Griechenland hatte 2009 eine Rekordneuverschuldung von 12,7 Prozent gemeldet. Die Gesamtverschuldung stieg auf 120 Prozent.

Die desolate Haushaltslage hat an den Finanzmärkten Spekulationen über ein Auseinanderbrechen des Euroraums ausgelöst. Der Euro geriet dadurch unter Druck. Die Euroländer haben deshalb Nothilfen beschlossen, sollte Griechenland kein Geld mehr am Finanzmarkt erhalten. Vorgesehen sind bilaterale Hilfen kombiniert mit Stützen des Internationalen Währungsfonds.

  • 03.04.2010, 13:52 UhrAnonymer Benutzer: Mikel

    Tja für dieses PiiG-Land wird es keinen bailout geben.
    Euro goodbye.

    Hoffentlich bald.

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