Neuverschuldung
Spaniens Haushaltsdefizit schwillt an

Die spanische Regierung hat bis Ende August bereits einen Fehlbetrag im Haushalt von mehr als 50 Milliarden Euro angehäuft. Das ist deutlich mehr als im vergangenen Jahr und mehr als der EU-Kommission versprochen wurde.
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MadridDas Haushaltsdefizit des Euro-Krisenlandes Spanien wird immer größer. Wie die Madrider Finanzstaatssekretärin Marta Fernández Currás am Dienstag mitteilte, stieg der Fehlbetrag im Budget des Zentralstaats in den ersten acht Monaten dieses Jahres auf 50,1 Milliarden Euro, 23,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Defizit entspreche 4,77 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Damit hat die Zentralregierung ihren Defizitrahmen für das gesamte Jahr schon jetzt überschritten. Die Regierung hatte sich bei der EU-Kommission dazu verpflichtet, das Defizit des Zentralstaats im Jahr 2012 auf 4,5 Prozent des BIP zu beschränken. Insgesamt will Spanien den Fehlbetrag - unter Einschluss der Regionen, der Kommunen und der Rentenversicherung - von 8,9 Prozent im Vorjahr auf 6,3 Prozent reduzieren.

Fernández Currás bekräftigte, das Defizit sei trotz des Anstiegs „unter Kontrolle“. Die Regierung habe Steuer-Rückzahlungen und Überweisungen an die Regionen vorgezogen. Dieser Effekt werde sich bis zum Jahresende neutralisieren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neuverschuldung: Spaniens Haushaltsdefizit schwillt an"

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  • Spanien ist auf einem guten Weg. Ehrlich! Unser Finanzminister kann nicht irren :-)

  • Warum werden bei uns in den Medien keine Bilder gezeigt, wie tausende spanische Bürger brutal von der Polizei niedergeknüppelt und mit Gummigeschossen angegriffen werden?

    Was ist mit unserer Presse los?

  • Wer die Schnauze voll hat vom Eurowahn, sollte sich mal die Seite www.wahlalternative2013.de ansehen.

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