Neuwahlen am 26. Juni
Kirgisiens Präsident Akajew erklärt Rücktritt

Der geflohene Präsident Askar Akajew hat nach dem Machtwechsel in seinem Land offiziell seinen Rücktritt erklärt und den Amtsverzicht in der Botschaft seines Landes unterzeichnet.

HB MOSKAU. „Akajew sagte, dass er nicht gegen die neue Führung kämpfen will“, berichtete der Abgeordnete Taschkul Kiriksisow. „Das bedeutet, dass er endgültig zurückgetreten ist und nicht mehr ins politische Leben zurückkehrt.“

Die Erklärung soll am Dienstag im Parlament in Bischkek verlesen werden. Akajew und Vertreter des Parlaments hatten den Rücktritt am Sonntag ausgehandelt. Die Abgeordneten sicherten dem Ex-Präsidenten zu, die gesetzlich festgelegte Bewegungsfreiheit und Unantastbarkeit seines Eigentums würden eingehalten. Kiriksisow schloss nicht aus, dass Akajew in seinen früheren Beruf als Physiker zurückkehren werde.

Der Präsident war am 24. März vor den Unruhen in seiner zentralasiatischen Heimat geflohen. Die Proteste hatten sich an der manipulierten Parlamentswahl entzündet. Die Opposition übernahm die Macht in Bischkek. Nach vorläufiger Planung soll am 26. Juni ein neuer Präsident gewählt werden.

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