Neuwahlen
Singapur wählt vorzeitig eine neue Regierung

Noch vor Ablauf der regulären Amtszeit im kommenden Jahr lässt der Staatschef von Singapur neu wählen. Die Regierung will offenbar die Sympathiewelle nach den erfolgreichen 50-Jahr-Feiern nutzen.
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SingapurAuf der Höhe einer Sympathiewelle nach den erfolgreichen 50-Jahr-Feiern hat Singapurs Regierung am Dienstag für den 11. September vorzeitig Neuwahlen ausgerufen. Der Präsident des wohlhabenden Kleinstaates in Südostasien löste das Parlament auf. Die fünfjährige Amtszeit wäre erst 2016 zu Ende gegangen.

Eine Opposition, die der seit der Unabhängigkeit 1965 regierenden Partei PAP gefährlich werden könnte, gibt es in dem autokratischen Stadtstaat nicht. Es geht darum, ob die PAP weiter an Popularität einbüßt. 2011 bekam sie nur noch gut 60 Prozent der Stimmen, errang dank des politischen Systems aber mehr als 90 Prozent der Sitze.

Heißestes Wahlkampfthema ist der Zuzug von Ausländern, den die Regierung wegen der niedrigen Geburtenquote fördert. Unter den 3,9 Millionen Singapurern regt sich Unmut wegen überfüllter Straßen und Busse und steigender Wohnkosten. Sie müssen sich die Insel, die kleiner ist als Hamburg, schon mit 1,5 Millionen Ausländern teilen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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