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„New York Times“-Bericht: Chinas Premier dementiert heimlichen Reichtum

Der chinesische Premierminister Wen Jiabao widerspricht Zeitungsberichten über ein angeblich riesiges Vermögen seiner Familie. „Die im Bericht der „New York Times“ genannten „verborgenen Reichtümer“ existieren nicht.“

Chinas Premierminister weist angeblichen Reichtum seiner Familie zurück. Quelle: dpa
Chinas Premierminister weist angeblichen Reichtum seiner Familie zurück. Quelle: dpa

PekingDie Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao hat einen Medienbericht über die heimliche Anhäufung eines Milliardenvermögens zurückgewiesen. Dieses Vermögen existiere nicht, teilten die Anwälte der Familie in mehreren Hongkonger Medien am Samstag mit.

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Wen habe sich immer rechtmäßig verhalten und sei in keine geschäftlichen Beziehungen verwickelt, hieß es in der Erklärung der Anwälte, die im Fernsehen und in zwei Zeitungen verbreitet wurde. Seine Angehörigen hätten in keiner Weise von seiner Funktion als Regierungschef profitiert und auch keinen Einfluss auf seine Politik gehabt. Auch die Vermögensverhältnisse seiner Mutter seien falsch dargestellt worden. Sie habe außer ihrem früheren Lohn oder ihrer Rente kein weiteres Einkommen.

Der "New York Times" wurden zudem mögliche rechtliche Schritte angedroht. Es ist das erste Mal, dass die Familie eines chinesischen Spitzenfunktionärs öffentlich gegen einen ausländischen Medienbericht vorgeht.

Die Akteure des Politkrimis in China

  • Bo Xilai

    Der charismatische Spitzenpolitiker galt als aufsteigender Star in der neuen Führung. Als Sohn des legendären Revolutionärs Bo Yibo – einer der „acht Unsterblichen“ der Partei – hatte der heute 63-Jährige eine steile Karriere gemacht. Er stieg vom Bürgermeister der Hafenstadt Dalian über den Posten des Gouverneurs zum Handelsminister auf. Seit 2007 war Bo Xilai Parteichef der Metropole Chongqing. Seine soziale Politik und revolutionären Kampagnen machten ihn zur Galionsfigur der Linken. Der Skandal brachte das einflussreiche Politbüromitglied im März zu Fall.

  • Gu Kailai

    Die Ehefrau von Bo Xilai war eine erfolgreiche Anwältin und Geschäftsfrau. Die heute 53-Jährige ist Tochter von General Gu Jingsheng, einem berühmten Revolutionär. Nach dem Jurastudium machte sich Gu Kailai einen Namen als erste Anwältin, die eine Klage gegen eine amerikanische Firma gewann. Mit Bo Xilai hat sie den Sohn Bo Guagua. Sie soll sich in der Familie um geschäftliche Dinge gekümmert und angeblich ein Vermögen ins Ausland geschafft haben.

  • Neil Heywood

    Der britische Geschäftsmann war seit den 90er Jahren eng befreundet mit dem Politikerpaar. Er war mit einer Chinesin verheiratet und hatte zwei Kinder. Als Unternehmensberater half der Brite der Familie von Bo Xilai bei privaten Geschäften. Im November wurde der 41-Jährige tot in einem Hotelzimmer gefunden. Erst soll exzessiver Alkoholkonsum die Todesursache gewesen sein. Doch nach den Enthüllungen von Polizeichef Wang Lijun wurde Gu Kailai des Giftmordes angeklagt. Das Motiv war wohl ein geschäftlicher Streit. Im August erhielt Gu Kailai ein Todesurteil auf Bewährung.

  • Wang Lijun

    Der frühere Polizeichef war seit den 90er Jahren ein enger Vertrauter von Bo Xilai, als dieser noch Gouverneur von Liaoning war. Wang Lijun folgte dem Spitzenpolitiker in die Metropole Chongqing. Die Propaganda pries beide als gnadenlose Kämpfer gegen das organisierte Verbrechen. Wang Lijun bekam den Spitznamen „Super-Bulle“. Allerdings sahen Kritiker in dem teils rechtswidrigen Vorgehen eher eine Kampagne, um alte Machtstrukturen in Chongqing auszumerzen und selbst die Kontrolle zu übernehmen. Ende 2011 scheinen sich die Freunde überworfen zu haben.

Die Zeitung hatte am Freitag berichtet, dass Wens Familie ein Vermögen von umgerechnet mindestens 2,7 Milliarden Dollar besitzt. Der größte Teil davon sei seit Wens Ernennung zum Vize-Premier 1998 zusammengetragen worden, schrieb das Blatt unter Berufung auf Unterlagen von Unternehmen und des Staates. Er wurde 2003 Ministerpräsident. Als Beispiel für das Vermögen der Familie nannte die Zeitung einen Anteil an dem Versicherer Ping An Insurance, der Wens 90-jähriger Mutter gehöre. Den letzten verfügbaren Angaben von 2007 zufolge hatte er einen Wert von 120 Millionen Dollar.

Chinesen kaufen zunehmend deutsche Firmen

  • Übernahmen

    Auf den Einkaufszetteln chinesischer Unternehmen stehen immer mehr deutsche Firmen und ihre Technologien. Eine Auswahl an Übernahmen, Einstiegen und Kooperationen des Jahres 2012.

  • Putzmeister

    Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar das schwäbische Unternehmen. Die 1200 Arbeitsplätze in Deutschland sind bis Ende 2020 gesichert.

  • Sunways

    Ein Drittel der Aktienanteile an dem Konstanzer Photovoltaik-Konzern sichert sich im Februar LDK Solar.

  • Rhenus Midgard

    Im Februar wird bekannt, dass das deutsche Logistikunternehmen in Kooperation mit der Jade Werke GmbH die Marinestadt Wilhelmshaven zu einem Offshore-Standort ausbaut. Jade Werke ist eine hundertprozentige Tochter der chinesischen Schiffbau- und Investmentgruppe Jiangsu Hantong Heavy Industry Group.

  • Kiekert

    Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt im März den nordrhein-westfälischen Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme.

  • Schwing

    Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers.

  • Solibro

    Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

  • Tailored Blanks

    Laut einem Medienbericht steht der Stahlkonzern ThyssenKrupp Ende August vor dem Verkauf seiner auf Karosseriebleche spezialisierten Tochterfirma an Wuhan Iron and Steel (Wisco). Das Essener Unternehmens bestätigt bislang lediglich, dass Verkaufsgespräche geführt würden, nennt aber nicht den oder die Verhandlungspartner.

  • Kion

    Ende August bestätigt der Baumaschinenhersteller Shandong Heavy Industry sein Interesse an dem Wiesbadener Gabelstaplerproduzenten.

In dem kommunistischen Land werden Einzelheiten aus dem Leben der Führungsspitze wie Staatsgeheimnisse behandelt. Die finanzielle Situation der Politiker wird unter Verschluss gehalten. Für einen großen politischen Skandal sorgte kürzlich das hochrangige Parteivertreter Bo Xilai, der unter anderem der Korruption und Bestechung beschuldigt wird. Bo wurde aus der Partei ausgeschlossen, verlor am Freitag seinen Parlamentssitz und dürfte vor Gericht gestellt werden.

  • 28.10.2012, 19:18 Uhralersa

    Das sind nur billige Obama Witze.. Amerika wird untergehen.. Mit oder ohne diesen Baumaffen Omahaba..

  • 28.10.2012, 12:19 Uhrgrauh94977

    Kommunismus in der VR China,da lache ich ja nur.
    Warum soll die jahrtausende alte Tradition von Korruption,Amtsmissbrauch etc. In der jetzigen Zeit abgelegt werden.
    Das steckt in den Genen.
    Nicht umonst ist in Peking eine komplette Stadt erbaut worden,wo nur die Elite wohnte.
    Was da drin vorging wusste wahrscheinlich usserhalb niemand oder nur on Geruechten.
    Einen lupenreinen Sizialismus hat es auch nicht im Mutterland Russland gegeben.
    Die Eliten verstekten sich in ihren Datschen in Rubliovo and brausten mit ihren ZIL den Kalininprospekt herunter in den Kreml.Fuer diese Leute gab es nie einen Stau.
    Warum soll es in China anders sei
    Das sind nur Illussionen ,die dem Volk vorgemacht werden.
    Die Machtgeilheit und das Geld bricht sich ueberall seine Bahn und das ohne Ausnahme.
    Die Theorien von Marx und Engels sind einfach mausetot.Period.

  • 28.10.2012, 11:50 Uhrsteuerhilfe.net

    Für die Bonzen in Chinas roter Partei, gibt es den Kommunismus nur noch für das einfache Volk. Die roten Bonzen selber sind schon lange wieder, im Feudalismus des alten China angekommen und sie benehmen sich auch so wie die alten Kaiserdynastien.

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