New York und Frankreich reagieren
Schutzmaßnahmen werden verstärkt

Nach den verheerenden Terroranschlägen auf Nahverkehrszüge in Madrid ist in New York der Schutz des U-Bahnnetzes verstärkt worden. Die US-Regierung lässt zudem die Sicherheit des Bahnsystems überprüfen. In Frankreich wurde eine höhere Sicherheitsstufe ausgerufen.

HB NEW YORK/PARIS/MADRID. Nach den Anschlägen von Madrid teilte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg am Donnerstag mit, zusätzliche Polizeikräfte würden Bahnhöfe und andere sicherheitsrelevante Einrichtungen der Subway bewachen.

Nach New Yorker Medienberichten liegen den Behörden der Metropole allerdings keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge vor. „Wir können es uns nicht leisten, in unseren Schutzbemühungen nachzulassen“, sagte Bloomberg. „Wir verstärken die Sicherheitsvorkehrungen im Subway-System deutlich.“ In New York gilt seit den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001, bei denen mehr als 2700 Menschen getötet wurden, ununterbrochen die zweithöchste Terroralarmstufe.

Die US-Regierung lässt zudem die Sicherheit des US-Bahnsystems überprüfen. Eine Vertreterin des Heimatschutz-Ministeriums sagte, die Untersuchung auf eine mögliche Verwundbarkeit des amerikanischen Verkehrs- und Transportwesens sei eine Reaktion auf die Anschläge vom Donnerstag in Madrid, bei denen es mindestens 192 Tote und über 1200 Verletzte gab. Hinweise auf potenzielle Gefahren in dem Bereich würden allerdings regelmäßig in den USA entsprechenden Einschätzungen unterzogen, und zur Zeit lägen keine besorgniserregenden Informationen vor. Deshalb werde auch keine besonderer Warnhinweis veröffentlicht.

Ein Sprecher des Ministeriums fügte hinzu, es bleibe bei der bisher geltenden Warnstufe Gelb des Terror-Warnsystems der USA. Auf der Grundlage der Einschätzung der Ereignisse in Spanien ließen sich keine vergleichbaren Gefahren für die USA ableiten.

In Frankreich war die Sicherheitsstufe nach den Anschlägen in Madrid am Donnerstag vorsorglich angehoben worden. Das Alarmniveau werde von „gelb“ auf „orange“ angehoben, teilte der Pariser Premierminister Jean-Pierre Raffarin am Donnerstagabend mit. „Orange“ ist die zweite von insgesamt vier Sicherheitsstufen in der französischen Terrorabwehr. Damit werden unter anderem zusätzliche Soldaten die Polizei verstärken, „um vor allem die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen“, heißt es in Raffarins Mitteilung.

In einem angeblich von einer Unterorganisation der El Kaida stammenden Bekennerschreiben war den USA mit einem neuen schweren Anschlag gedroht worden, dessen Vorbereitungen fast fertig seien. In dem Schreiben hatte sich die radikal-islamische Organisation Abu-Hafs-el-Masri-Brigaden zu der Anschlagserie von Madrid bekannt. Die Echtheit war zunächst nicht überprüfbar.

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