New York und Washington
Berichte über neue Terrorpläne überschatten 9/11-Jahrestag

Zehn Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen berichten US-Behörden von neuen Angriffsplänen in ihrem Land. Die New Yorker bleiben aber gelassen. In Berlin flammt die alte Diskussion um Überwachungsgesetze neu auf.
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Berlin/WashingtonUnmittelbar vor dem zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 haben „glaubwürdige, aber unbestätigte“ Berichte über angebliche Terrorpläne New York und Washington aufgeschreckt. Die New Yorker und ihre Gäste müssen nun das ganze Wochenende mit mehr Polizei und mehr Kontrollen rechnen - sie blieben zunächst aber weitgehend gelassen.

An diesem Sonntag wird der Attacken auf New York und Washington D.C. gedacht, bei denen vor zehn Jahren islamistische Terroristen fast 3000 Menschen mit sich in den Tod gerissen hatten. Die meisten starben, als die Angreifer gekaperte Flugzeuge in die Türme des World Trade Center und in das Pentagon steuerten in New York und Washington

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete den Terrorismus als „neue große Bedrohung“. Sie sieht zehn Jahre nach den Anschlägen noch einen langen Weg im Anti-Terror-Kampf. Zugleich verteidigte die CDU-Vorsitzende die Verschärfung von Sicherheitsgesetzen seit 2001. Das sei notwendig, „um das hohe Gut freiheitlichen Lebens für die große Mehrheit der Menschen sicherzustellen“, sagte sie dem Sender RTL.

In Deutschland flammte der Koalitionsstreit um die Vorratsdatenspeicherung wieder auf. Aktueller Anlass ist die Festnahme zweier Terrorverdächtiger in Berlin. Dabei waren die Ermittler den beiden Männern auch ohne Vorratsdaten auf die Spur gekommen.

Unionsfraktionschef Volker Kauder warf Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vor, eine Neuregelung zu blockieren. Auch der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und die Gewerkschaft der Polizei sprachen sich für eine Neuregelung aus. Die FDP nahm ihre Justizministerin in Schutz.

Kanzlerin Merkel will ebenfalls bald eine Lösung sehen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Deutschland sei verpflichtet, die entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen. „Wir werden deshalb eine Entscheidung treffen müssen als Bundesregierung.“ Jedoch bekräftigten die Sprecher von Innen- und Justizministerium die konträren Positionen ihrer Minister.

Leutheusser-Schnarrenberger hatte vorgeschlagen, Internet- und Telefon-Verbindungsdaten nicht anlasslos sechs Monate lang zu speichern, sondern sie nur bei einem konkreten Verdacht zu sichern („Quick Freeze“). Das lehnt die Union als unzureichend ab.

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Neues Aufklärungsnetzwerk im Kampf gegen den Terror

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  • Hmm, man merkt den Menschen eben an, dass sie Tierkadavern essen.

    Ich glaube echt, das verkleistert das Nach-Denken

  • Und immer wieder die Märchen von den "Terroristen"
    Die Geheimdienste und die Regierungen selber sind die größten Terroristen !
    Und die Schafe lassen sich einlullen und immer mehr überwachen...
    Armselig......Menschen sind so dumm

  • Die Terror-Bomber von 9/11 – sie gingen in der Hamburger Al-Quds-Moschee ein und aus, schmiedeten ihre Terror-Pläne gegen die westliche Welt. Sie flogen am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York. Mehr als 3000 Menschen starben bei diesem bestialischen Terror-Akt. Herr Friedrich und Frau Dr. Merkel beherbergen in unserem Land ca. 1000 Gefährder, anstatt diese mit Anhang ihres Glans sofort auszuweisen. Sind wir nur so blöd oder ist das vielleicht normal?
    Frau Merkel, es reicht, eiern sie mit ihrem Innenminister und Anhang nicht mehr so weiter, die Bevölkerung hat ein Recht sauf Sicherheit in unserem Land! Ist die Moschee geschlossen und die Hassprediger mit ihren Zirkeln ausgewiesen? Nein sie haben wie der Stadtstaat Hamburg versagt zum Nachteil der Weltbevölkerung, wir hoffen, dass man sie deshalb verklagen wird.

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