New Yorker Gouverneur legt Amt am Montag nieder
Eliot Spitzer tritt nach Sexskandal zurück

Der ehemalige Saubermann der Wall Street gibt auf: Wegen der Verwicklung in einen Sexskandal tritt der New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer zurück. Mit seiner Entscheidung entspricht der Gouverneur einer Forderung der Bürger. Aus Ermittlerkreisen wurden zugleich neue Details zur Affäre um die Edelprostituierten bekannt.

HB ALBANY. Spitzer werde sein Amt am Montag niederlegen, verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen des US-Staates. Spitzer hatte einem Zeitungsbericht zufolge Kontakte zu einem Prostituiertenring und entschuldigte sich am Montag bei der Öffentlichkeit.

In einer Umfrage sprach sich eine Mehrheit der Bewohner des Staates New York für seinen Rücktritt aus. Hätte er sich geweigert, wären laut der am Dienstag veröffentlichten Umfrage 66 Prozent sogar für eine Amtsenthebung gewesen. Die oppositionellen Republikaner im Parlament des Staates New York hatten ihm ein solches Verfahren bereits angedroht. Spitzers Nachfolger wird David Paterson, der damit erster schwarzer Gouverneurs New Yorks wird.

Aus Ermittlungskreisen verlautete am Dienstag, der 48-jährige Spitzer habe mehrere zehntausend Dollar für die Dienste von Edelprostituierten bezahlt. Er habe seine Verpflichtungen gegenüber seiner Familie verletzt, sagte der Familienvater am Montag auf einer Pressekonferenz mit seiner Ehefrau an seiner Seite.

Im November 2006 war Spitzer mit dem Rekordwert von 69 Prozent zum Gouverneur des Staats New York gewählt worden. Inzwischen sanken die Zustimmungswerte zu seiner Amtsführung auf 30 Prozent. Vor seinem Amtsantritt im Januar 2007 war Spitzer mehrere Jahre New Yorker Generalstaatsanwalt und machte sich mit seinem Vorgehen gegen Korruption einen Namen.

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