nformationen des Handelsblattes
Yukos-Aktionäre erstmals zu Verhandlungen bereit

Die Mehrheitsaktionäre des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos sind erstmals dazu bereit, mit dem Staat über die Zunkunft des Konzerns zu verhandeln.

HB MOSKAU. "Wenn damit das Unternehmen als Einheit erhalten werden kann, sind wir bereit zu verhandeln", sagte ein Miteigentümer der Menatep-Guppe dem Handelsblatt unter der Bedingung, dass sein Name nicht genannt wird. "Das sind wir angesichts der Bedeutung von Yukos für die russische Wirtschaft dem Land schuldig", sagte der Großaktionär weiter. Die Finanzholding Menatep hält die Mehrheit der Yukos-Anteile.

Am Mittwoch begann die Hauptverhandlung gegen den früheren Yukos-Chef Michail Chodorkowskij und den Präsidenten der Menatep-Gruppe, Platon Lebedew. Das Verfahren wurde auf Antrag der Verteidigung bis zum 21. Juli vertagt bevor die Hauptanklagepunkte erörtert wurden. Die Anklage legt Chodorkowskij und Lebedew Betrug, Steuerhinterziehung, Bandenbildung und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Privatisierung einer Düngemittelfabrik 1994 zur Last.

"Präsident Putin hat noch nicht entschieden, was er mit Yukos machen will", sagte der Yukos-Großaktionär weiter. Der Großaktionär sieht das Verfahren gegen Chodorkowskij politisch und wirtschaftlich motiviert: "Bestimmte Unternehmen und Personen wollen sich billig Teile aus dem Yukos-Konzern unter den Nagel reißen." Seit Wochen werden die staatlich kontrollierten Energiekonzerne Gazprom und Rosneft sowie der dem Kreml nahe stehende Erdölförderer Surgutneftegas genannt, Interesse an Yukos-Ölfeldern zu haben.

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