Nicht „nach Pfeife der USA“ tanzen Putin-Vertrauter sendet Warnung an Europa aus

Er äußert sich mit aller Schärfe gegen die geballte Verbalfront, die Russland entgegensteht: Wladimir Jakunin, Boss der russischen Staatsbahn, warnt den Westen. Es sei gefährlich, „alles Böse“ dem Osten zuzuschreiben.
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Er will sich gegen die westlichen Sanktionen zur Wehr setzen und macht zugleich deutlich, wie wenig er von bürgerlichen Freiheitsrechten wie freier Sexualität hält: Wladimir Jakunin Quelle: AFP

Er will sich gegen die westlichen Sanktionen zur Wehr setzen und macht zugleich deutlich, wie wenig er von bürgerlichen Freiheitsrechten wie freier Sexualität hält: Wladimir Jakunin

(Foto: AFP)

BerlinDer Chef der russischen Staatsbahn und Putin-Vertraute Wladimir Jakunin hat im Ukraine-Konflikt den Westen und die USA scharf kritisiert. Das Wohlergehen Europas hänge in großem Maß davon ab, ob der Westen auf Dialog setze oder nach der Pfeife der USA tanze, sagte Jakunin am Donnerstag bei einer Tagung in Berlin. Die Sichtweise, alles Gute komme aus dem Westen, alles Böse aus dem Osten, sei gefährlich. „In den USA wissen viele Senatoren nicht mal, wo die Krim liegt.“ Jakunin steht auf einer Sanktionsliste der USA wegen der russischen Politik in der Ukraine.

Er warnte davor, Russland westliche Werte aufzudrücken. Im Westen sei ein „vulgärer Ethno-Faschismus“ wieder in Mode. Er spielte auf den Sieg der österreichischen Transvestiekünstlerin Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest an, der in Russland teils heftig kritisiert worden war. „Die antike Definition der Demokratie hatte nichts mit bärtigen Frauen zu tun, sondern die Demokratie ist die Herrschaft des Volkes.“

Jakunin verteidigte vehement das umstrittene russische Gesetz zum Schutz Jugendlicher vor Homosexualität. Der Mitveranstalter der Tagung und Leiter des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, wies Jakunins abwertende Aussagen zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen zurück. Das russische Homosexuellen-Gesetz nage an den Grundlagen des menschlichen Zusammenhalts. Russland solle im Ukraine-Konflikt auch Selbstkritik üben, um einen Neustart der Beziehungen zu ermöglichen. „Ich höre zu viel aus Moskau, alles war richtig.“

  • dpa
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9 Kommentare zu "Nicht „nach Pfeife der USA“ tanzen: Putin-Vertrauter sendet Warnung an Europa aus"

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  • Die ehemalige Sowjetunion vereinte rund 35 Unionsrepubliken.
    Mit der Umwandlung der Sowjetunion zu Russland haben sich sofort Unionsrepubliken von Russland getrennt. Daraus ist eine erhebliche militärische Schwächung von Russland entstanden. Die Emanzipation geht selbst in der Ukraine weiter. Somit wird die Ukraine ebenfalls geschwächt und ist das Einfalltor von US amerikanischen Spekulanten offen wie ein Scheunentor. Und wo und wie enden die Verkleinerungen der Unionsrepubliken? Das ist eine berechtigte Frage!!! Geht der Zerfall Russland weiter? Wo bleibt das Gegengewicht zur USA?

    Aufgrund militärischer Notwendigkeiten und aufgrund vieler Rohstoffvorkommen wie z.B. Uran, Gold, Silber usw. kann Russland nicht zulassen, dass die Ukraine von der restlichen Welt ausgebeutet wird. Zudem werden Seltene Erden gefördert. Seltene Erden sind das Erdöl der Zukunft, darin liegt die Brisanz. Seltene Erden werden für militärische und zivile Produkte dringend benötigt.

    Europa sollte Russland helfen und der verbündete Partner schlechthin sein. Von Amerika haben wir nichts Gutes zu erwarten. Die Immobilienkrise ging von den USA aus. Dort wird weiterhin gezockt was das Zeug hält. Europa braucht keine Amerikanisierung. Europa braucht auch keine „Vereinigte Staaten von Europa“.

  • @Buerge-r
    Ich befürchte, dass wir das nicht mehr aufhalten können. Die Beteiligung deutscher Politiker, Redakteure, Konzernlenker, Lobbyisten in den Transatlantischen Swingerclubs ist dermaßen hoch, dass es bald nicht mehr überschaubar ist. Dazu kommen ja auch noch die deutschen Swingerschosen wie DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik), MSC (Münchner Sicherheitskonferenz) oder die SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik) und so weiter. Wie diese Leute Politik beeinflussen und auch betreiben, dazu hier ein Beispiel.

    : https://www.wsws.org/de/articles/2014/05/08/mili-m08.html

    Was auch absolut irritierend ist, dass permanent die Homophobe Ausrichtung der Russen eingebracht werden muss. Frag mal in Südamerika, in Peru, in Mexiko in der Türkei nach. Andere Länder andere Sitten. Wer Toleranz einfordert, muss erstmal selbst tolerant sein.

    Frau Merkel und die Bundesabnickerbude sollten sich mal überlegen, wie die Verbündeten der Amerikaner enden.

  • Will Washington einen Krieg mit Russland?

    Wir befinden uns seit 2009 inmitten eines gewaltigen Wirtschafts- und Währungskriegs, der auch ein Goldkrieg ist. Von den Massenmedien totgeschwiegen, stehen sich das westliche Bankenkartell um die private Fed und die aufstrebenden Nationen um die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gegenüber und kämpfen um jeden einzelnen Barren Gold.

    Nach Syrien wurde auch die Ukraine zu einem Spielball im erbitterten Machtkampf zwischen Ost und West, bei dem es nicht um Menschen geht, sondern um geostrategisches Kalkül und um Ressourcen wie Öl, Gas und Gold. Es geht beim Ukrainekonflikt um die Weltherrschaft, denn die Ukraine ist die Verbindung zwischen Russland und Europa - und die wollen bestimmte Kräfte in den USA mit allen Mitteln zerstören. Aus Sicht des Fed-Kartells muss eine friedliche Einheit aus Russland und Europa verhindert werden.

    Dafür scheint Washington offenbar bereit, einen Krieg gegen Russland anzuzetteln – oder will man nur für eine Weile von den massiven Problemen in der Weltwirtschaft und im Schuldgeldsystem ablenken?

    Auf jeden Fall war eine der ersten Amtshandlungen der vom Westen eingesetzten ukrainischen Marionettenregierung, die Goldreserven des Volkes, rund 40 Tonnen, im März 2014 still und heimlich vom Flughafen Boryspil aus nach New York zu schaffen!

    Für dieses "Geschenk" an die private Fed erhielt die Ukraine im Gegenzug umgehend Kredite vom IWF. Die Fed braucht solche "Goldspritzen" ganz dringend, denn ihre Tresore sind leer!
    All das Gold anderer Nationen, das hier zur Sicherheit eingelagert war, ist weg.
    Es wurde verleast, verborgt, verkauft. ( Auch das deutsche Gold )

    Die Zentralbanken der größten westlichen Nationen wie den USA, Großbritannien und Deutschland, haben nicht annähernd so viel Gold, wie sie behaupten – vermutlich haben sie gar keines mehr.

    Es wird gelogen und getäuscht, es wird gezockt und manipuliert.
    Es tobt ein Informations- und Psychokrieg.

  • Für den Ami zählt nur der Absatzmarkt und die Gier nach mehr beim Thema Ukraine.
    Demokratie ist nur solange gut, solange es zum Vorteil der USA ausgeht. Nur hat Demokratie viele Sichtweisen und nicht nur die der akutellen Meinungstreiber USA.
    Damit die USA ihr "Gutes Image" aufbauen kann bedarf es natürlich erst einmal eine "Bösewicht".
    Der Ami spielt nur nach seinen Spielregeln und der Russe hält dagegen. Zwischen diesen Fronten steht jetzt diese Merkel EU-Deutschland wie ein kleiner Schulbube und weis gar nicht, wie ihm geschieht....Die Mutter (USA) zwingt dem Buben (EU-Deutschland) seinen Freund (Russland) fallen zu lassen, nur weil sein Freund (Russland) in den Augen der Mutter (USA) dem Geschäftspartner (Ukraine) des Freundes etwas ungerechtes angetan hat.
    Dabei war es doch die Mutter (USA) die den Geschäftspartner (Ukraine) des Freundes (Russland) erst zu einer Abkehr der Vertragspflichten (Russland-Ukraine) geraten hat um jetzt selbst an dem Rohstoffreichtum der Ukraine zu partipizieren.

  • Die von den Anglo-Amerikanischen Besatzern in 7 Jahrzehnten aufgebaute Infrastruktur aus Kollektiv-Schuldgefühlen, Leitmedien (die noch immer von ihnen gesteuert werden), sogenannten Parteien und Karriere-Lobby-Organisationen (u.a. die genannte Atlantikbrücke), NGOs, sowie die systematische Gehirnwäsche vor allem der Linken (su.) läßt sich nicht so einfach von heute auf morgen ablegen. Aber wir ALLE sollten zumindest damit anfangen uns der Dollar-Krake und ihrer Propaganda (es geht nicht um die US-Bevölkerung - die ist ebenso Opfer) geistig zu entziehen, oder nach Kant (sinngemäß): Habe den Mut Deinen (EIGENEN!!!!!) Verstand zu gebrauchen!

    »Man muß eine Elite schaffen, die ganz auf Amerika eingestellt ist. Diese Elite darf andererseits nicht so beschaffen sein, daß sie im deutschen Volk selber kein Vertrauen mehr genießt und als bestochen gilt.« Max Horkheimer, Vordenker der 68er, führender Kopf der Frankfurter Schule, Empfehlungs-Memorandum

  • Er hat in vielem Recht, besonders darin, daß Europa nicht nach der Pfeife Washingtons tanzen sollte WEIL ES DAMIT SEINE EIGENEN INTERESSEN VERLETZT. Vielmehr sollte es eine vernünftigen Politik gegenüber Rußland betreiben, die dem Frieden in Europa dient und nicht den Interessen der USA, die den Interessen beider diametral entgegen stehen (man kann es gar nicht oft genug wiederholen):

    a) Spaltung Europas (die alte „Teile und Herrsche“-Strategie, Verhinderung eines Eurasischen Wirtschaftsraums- entsprechend der alten britischen Heartland-Theorie)

    b) Beherrschung Europas (via Kontrolle seiner Energieträger) und Schwächung Rußlands

    c) Finanzkrieg und Dollarrettung (Verhinderung einer neuen, möglicherweise rohstoffgedeckten Leitwährung durch Rußland und China).

    d) Destabilisierung von Putins Regierung durch eine Niederlage im Ukraine-Konflikt und späterer Sturz (durch die routinierten Farben-Revolutionsprofis der US-NGOs)

    Im Grund verpflichtet der...

    Artikel 26 Grundgesetz
    (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

    ... die Regierung Merkel geradezu dazu, die bislang auf (massiven US-Druck) betriebene Politik der Eskalation gegen Rußland aufzugeben, da diese Politik (im Gefolge der US-Kriegstreiber) unzweifelhaft dazu ausgelegt war, „das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören“. Zur den Maßnahmen zur Vorbereitung eines Angriffskrieges kann man übrigens auch die Hetzkampagne der deutschen Systemmedien zählen, denn ohne eine solche mediale Vorbereitung ist kein Angriffskrieg zu führen.

    Natürlich werden alle Entspannungsbemühungen der Russen und von Merkel oder der EU letztlich nichts nützen, weil die Amerikaner diese IN GEWOHNTER WEISE durch Wort und Tat sabotieren werden (siehe Putsch nach EU-Janukowitsch-Einigung). Aber man sollte es zumindest versuchen.

  • Ich denke auch, wenn die Russen cool bleiben, die Füße still halten und die Amis auflaufen lassen, wird sich von allein zeigen, wer der Konflikt-Treiber der Krise war. Die Zeit arbeitet gegen die Falschgeld-Amis.

    Wir in Deutschland müssen nur aufpassen, dass die 5. Kolonne der Amis in Medien und Politik (Atlantikbrücke und Co.), die mehr die Interessen der Amerikaner als die Deutschlands und Europas vertreten, nicht allein den Ton angeben, sondern ihre Verstrickungen mit den Vereinnahmenden Staaten von Amerika transparent und öffentlich kenntlich gemacht werden. In der CDU reget sich gerade eine solche US-Lobby Truppe und versucht eine dezidiert antirussische Neuausrichtung der deutschen Politik durchzusetzen:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/russland-cdu-und-csu-fuer-kurswechsel-gegen-putin-a-969317.html

  • " „In den USA wissen viele Senatoren nicht mal, wo die Krim liegt.“"
    ---
    Damit dürfte er auch recht haben. :-)

    Spaß beiseite. Wer die Sache aufmerksam von Anfang an verfolgt hat (und damit meine ich *nicht* den ö.r. Lügenfunk!), der kann sich nur noch wundern und hoffen, daß die Russen einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht provozieren lassen.

    Das Schlimme ist, daß solche Geschehnisse Eigendynamik entwickeln und irgend wann nicht mehr zu stoppen sind.

  • "Die Sichtweise, alles Gute komme aus dem Westen, alles Böse aus dem Osten, sei gefährlich."

    Da hat er wohl nicht ganz Unrecht...

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