Nicolas Sarkozy und Carla Bruni
Abrechnung mit dem Sonnenkönig

„Präsident Bling-Bling“ wurde Sarkozy während seiner Amtszeit genannt, weil er gerne in Saus und Braus lebte. Jetzt empören sich die Franzosen über die Verschwendung von Staatsgeldern für Carla Brunis Internetseite.
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ParisMit Sonnenkönig Ludwig XIV oder mit Napoleon wurde er verglichen: Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Willkür, Begünstigung von Freunden und Verschwendungssucht wurden ihm vorgeworfen. Sein Spitzname war „Präsident Bling-Bling“, in Anlehnung an den protzigen Stil von Rappern mit Goldketten. Seine Lebensweise erinnerte oft an einen Monarchen. Doch jetzt kommt immer mehr über seine Amtszeit ans Licht. Für die neueste Polemik sorgt die Internetseite von Carla Bruni-Sarkozy, die mit öffentlichen Geldern finanziert worden sein soll. Die Steuerzahler sind verärgert, mehr als 88.000 Franzosen unterschrieben bis Mittwoch morgen eine Onlinepetition.

Die Sängerin wird aufgefordert, das Geld „den Franzosen zurückzugeben“ und den Betrag zu spenden. Nach einem Bericht des Rechnungshofes soll der Internetauftritt der ehemaligen First Lady die Steuerzahler in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 410.000 Euro gekostet haben. Urheber der Petition ist der Webdesigner Nicolas Bousquet, für ihn sind das „astronomische Preise“. Die Seite www.carlabrunisarkozy.org existiert noch immer. Darauf geht es um Brunis Stiftung, die sich weltweit für benachteiligte Kinder einsetzt. Während Sarkozys Amtszeit informierte sie auch über Brunis Aktivitäten als Präsidentengattin.

Carla Bruni-Sarkozy will sich die Kritik nicht bieten lassen. Sie droht über einen Anwalt mit juristischen Schritten. Anwalt Richard Malka betonte : „Carla Bruni-Sarkozy behält sich das Recht vor, gegen alle Behauptungen zu klagen, die ihre persönliche Ehre verletzten.“ Die Webseite habe sie nur für offizielle Termine als First Lady benutzt. Die Webadresse habe ihre Stiftung aus praktischen Gründen behalten, erklärte die Stiftung. Geld komme von Sponsoren.

Seit einiger Zeit wird mit der Ära unter Sarkozy abgerechnet, auch deshalb, weil sein Nachfolger auf Bescheidenheit pocht. Die Krise schärfte zusätzlich das Bewusstsein für unnötige Ausgaben. Sarkozys Sonnenkönig-Gehabe und sein Ruf, arrogant zu sein, wurden ihm schon im Präsidentschaftswahlkampf gegen François Hollande zum Verhängnis. Sarkozy musste sich für seine verschwenderische Lebensweise und seine Freundschaft mit den Reichen des Landes verteidigen. Hollande dagegen gab sich bewusst bescheiden und sprach immer davon, ein „normaler Präsident“ sein zu wollen.

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  • es ist immer das gleiche,nutte mit politiker,saus und braus mit steuergeldern,siehe wulff deutschland,berlosconi italien, und so weiter.an kann nur hoffen,dass in allen laendern endlich die buerger auf die barikaden gehen und diese verfluchten parasiten vertreiben.

  • Sarkozy hat nur etwas auf die Spitze getrieben, was alle seine Vorgänger jeglicher Couleur mit royaler Selbstverständlichkeit für sich beansprucht haben: das Geld der Steuerzahler nahezu unbegrenzt und unkontrolliert für zum Teil sehr private Zwecke ausgeben zu können. Dies war nur möglich, weil das ganze präsidiale System dies legalisiert hat. Auch wenn ich als Franzose weder Sarkozy gewählt noch Affinitäten für sein politisches Lager je empfunden habe, bedauere ich es sehr, dass gerade ein Präsident, der nicht aus den üblichen Pariser Kreisen stammt und nicht durch die völlig realitätsfernen Eliteanstalten Sc. Po, ENA u.ä. ge(ver)formt wurde, derart gescheitert ist. Alle Vertreter dieser Kaste, die über alle Parteiengrenzen hinweg die letzten 30 Jahre Frankreich ausgebeutet haben, reiben sich die Hände...

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