Niederländische Regierung will tausende Asylbewerber ausweisen
Großdemonstration gegen verschärfte Asylbestimmungen

Mehrere tausend Niederländer haben in Amsterdam gegen die Abschiebung von Asylbewerbern demonstriert. Die Regierung des Landes beabsichtigt 26.000 Menschen auszuweisen.

HB BERLIN. Rund zehntausend Menschen haben am Samstag in Amsterdam gegen die verschärften Asyl- und Einwanderungsrichtlinien demonstriert. Auf Transparenten forderten die Demonstranten ein generelles Bleiberecht für Asylbewerber. Redner warfen der Regierung von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende eine inhumane Politik vor.

Nach der vom Parlament gebilligten Neuregelung der Gesetze droht 26.000 Asylbewerbern die Ausweisung. Sie leben zum Teil schon viele Jahre in den Niederlanden, haben aber keine Aufenthaltsgenehmigung.

Wie die Organisatoren der Demo mitteilten, nahmen rund 15.000 Menschen an den Protesten teil, die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf sieben- bis zehntausend.

Von der geplanten Massenabschiebung sind Asylbewerber betroffen, die vor dem 1. April 2001 in die Niederlande einreisten. Danach war ein strikteres Gesetz in Kraft getreten. Die Betroffenen sollen in den kommenden drei Jahren in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden.

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